- Eintritt frei
- kein Eintritt möglich
Willibaldstollen IV (BergbauWanderweg 26)
Im Seifen
59909 Bestwig
Der Bergbau am Dörnberg ist bereits seit 1668 belegt. Schon damals wurden hier Silber-, Blei- und Kupfererze gewonnen. In den folgenden Jahrhunderten entstanden – wie auch am benachbarten Bastenberg – zahlreiche Stollen zu den Erzgängen, darunter die Willibaldstollen I bis IV an der Westseite des Dörnbergs.
Der Erzabbau erfolgte in zwei großen Grubenfeldern: dem Ostfeld im Bereich des Aurora- und Margarethenschachts sowie dem Westfeld rund um den Blindschacht 1. Während die Bergleute des Ostfeldes über den Auroraschacht einfuhren, erreichten die im Westfeld beschäftigten Kumpel ihre Arbeitsplätze unter dem Eickhoffstollen über den Willibaldstollen IV. In seiner Nähe befand sich auch die Waschkaue.
1954 arbeiteten 611 Menschen im Ramsbecker Revier. Nach der Einweihung der neuen Betriebsanlage am Eickhoffstollen im Jahr 1955 – dem heutigen Bergbaumuseum – wurde dieser bis zur Stilllegung 1974 zum zentralen Ein- und Ausfahrpunkt. Der Auroraschacht sowie der Willibaldstollen IV wurden geschlossen. Insgesamt förderten die Bergleute zwischen 1840 und 1974 rund 16,7 Millionen Tonnen Roherz aus dem Ramsbecker Revier.