Im kleinen, von Wegen umgebenen Tal gestaltet die Künstlerin Lili Fischer einen historisch als „Hexenplatz“ bekannten Ort mit den Relikten eines vermeintlich versunkenen Hexendorfes. Aus dem Waldboden ragen Schornsteine, eine Wetterfahne und Tore aus großen Ofengabeln. Im Zentrum steht ein riesiger Hexenkessel, der von aufgeklappten Zauberbüchern umgeben ist.
Die Installation verbindet Märchen, Magie und den Mythos der Hexe mit der historischen Realität der Hexenverfolgungen. Sie erinnert an die grausame Verfolgung und Verurteilung vermeintlicher Hexen während der Hexenprozesse. Auf der gegenüberliegenden Seite der Talsenke liegt der sogenannte „Verhörplatz“, an dem einst Menschen als vermeintliche Hexen zum Tode verurteilt wurden.
