Die Grundmauern der Ramsbecker Blei-Hütte geben einen Eindruck von der Größe dieser bedeutenden Anlage am Fuße des Bastenbergs, dem Zentrum des Blei- und Zinkbergbaus bis 1912. Während das Blei vor Ort in Ramsbeck verhüttet wurde, ging das Zink nach Dortmund.
Die Hütte wurde 1853/54 als Erweiterung der bereits von Josef Cosack errichteten Anlage erbaut und durch zusätzliche Gebäude ergänzt. Der Verhüttungsprozess verlief in mehreren Schritten:
Röstöfen: Trennung des Schwefels vom Erz (ca. 100 Zentner Erz pro Tag und Ofen).
Hochöfen: Gewinnung des „Werkbleis“ aus Blei und Silber (ca. 100 Zentner Werkblei pro Tag und Ofen).
Kristallisationskessel: Aufteilung des Werkbleis in silberarmes „Weichblei“ und silberhaltiges „Reichblei“.
Treibherde: Gewinnung von reinem Silber aus dem Reichblei.
Kondensationskanäle: Abkühlung und Kondensation der zuvor verflüchtigten metallischen Substanzen, unterstützt durch den Kamin am Bastenberg.
Schon im Auftrag der Kölner Kurfürsten existierte in Ramsbeck eine Hütte. Im 19. Jahrhundert wurde sie modernisiert und erweitert, bevor der Betrieb 1907 endgültig eingestellt wurde.

