Mit jedem Schritt verschiebt sich der Horizont, und mit ihm das, was sichtbar wird.
Die Ausstellung widmet sich dem Motiv des Fensters als Schnittstelle zwischen Innen und Außen, zwischen Wahrnehmung und Projektion.
Was einst als architektonisches Element den Blick auf die Natur rahmte und in den geschützten Innenraum einer Burg überführte, hat sich in der Gegenwart zu einem digitalen Prinzip erweitert: Fenster als Betriebssysteme, Interfaces, geöffnete Tabs – Zugänge zu parallelen Realitäten.
Yasin Wörheides Arbeiten greifen diese Verschiebung auf. Seine Malerei versteht er als „intrinsische Fenster“ – Bildräume, die nicht nach außen, sondern nach innen führen. Sie eröffnen Einblicke in mentale und emotionale Zustände, in denen sich äußere Eindrücke, Erinnerungen und Imaginationen überlagern. Ergänzt werden die Malereien durch skulpturale Arbeiten, die sich mit Transformation, Systemen und Bedeutungsverschiebungen auseinandersetzen. Zwischen archaischer Form und technologischer Referenz hinterfragen sie Format, Wahrnehmung und die Mechanismen des Öffnens, Schließens, Minimierens und Vergrößerns.
2. - 31. Mai 2026
Mi + Sa 15 - 18 Uhr
So 11 - 16 Uhr
