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Novemberstimmung

Novemberstimmung: Die zauberhafte Zwischenzeit

Burg im Nebel - © Touristinfo Lennestadt & Kirchhundem / Rolf Kluge

Er hat etwas von einer geheimnisvollen Zwischenzeit, der November. Die goldenen Herbsttage werden etwas blasser, die festlichen Vorweihnachtszeit hat noch nicht begonnen. Und doch hat er seinen ganz besonderen Zauber, wenn morgens der Nebel aus den Tälern und Wäldern aufsteigt und es abends zur blauen Stunde dämmert. Wenn die Laubbäume den Rest ihrer Blätter verlieren und knorrigen Skulpturen gleichen, wenn sich die Natur zur friedlichen Winterruhe bettet. Dann wirkt das Sauerland besonders geheimnisvoll, verwunschen und manchmal schaurig-schön. Gerade jetzt lohnt sich ein Besuch an ausgesuchten Orten, um diese Stimmung zu erleben.

Der Möhnesee bei Sonnenaufgang  - © Sauerland-Tourismus e.V. / Klaus-Peter Kappest

Wie wäre es mit einer kleinen Wanderung über den Naturerlebnispfad auf der Hevehalbinsel am Möhnesee? Eine mystische Ruhe legt sich über den winterschlafenden Arnsberger Wald, vom See her wehen watteweiße Schwaden heran. Und doch geht es hier lebendig zu: In den Wintermonaten richten sich Gänsesäger, Schellenten und Tafelenten auf dem See ein. Auch Reiherenten und Haubentaucher bleiben das ganze Jahr über dem Möhnesee treu. Die Wasservögel können von mehrere Stationen entlang des Weges aus beobachtet werden - Naturfreunde packen also auf jeden Fall ein Fernglas ein. Wer mag, schlägt sich tiefer in den Wald hinein und macht einen Abstecher zum Möhneseeturm. Dort geht es dann sieben Etagen hoch auf knapp 40 Meter Höhe und damit hoch hinaus über die Baumkronen.

Die Aussichtsplattform "Biggeblick" in Attendorn - © Volker Schneider

Wohlig-verschlafene Stimmung am morgen, verträumt-romantische am Abend: Der Skywalk Biggeblick ist in der Novemberzeit unbedingt eine Erkundung wert. Wer in den frühen Stunden auf der filigranen Konstruktion in 90 Metern Höhe steht, lässt seinen Blick über einen absolut stillen und damit spiegelglatten Biggesee schweifen. Mit der Dämmerung erstrahlen die Plattform und ihre überdimensionale Kompassnadel in blauem und weißem Licht – ein wahrlich erhellendes Spektakel. Wer das erleben möchte, solle für den 800 Meter langen Waldweg zur Aussichtplattform unbedingt Taschenlampen einpacken. Und wird feststellen: Der November eignet sich ausgezeichnet für eine vorgezogene Nachtwanderung.

Wanderer betrachten den Sternenhimmel - © Rothaarsteigverein e.V. / Klaus-Peter Kappest

Zu Entdeckungen in den dunklen Stunden lädt auch der Sternenweg in Sundern-Meinkenbracht. Barrierearm angelegt führt er auf 3,6 Kilometern idyllisch über Wiesen und Felder, begleitet von einem Bach. An ausgewiesenen Beobachtungspunkten – an manchen stehen sogar bequeme Waldliegen – beginnt dann das Sternegucken. Insgesamt 24 Infotafeln entlang des Weges informieren über die Sternenbilder, die es hier am Firmament über dem Sauerland zu entdecken gibt. Wie sieht die Kassiopeia aus, woher hat die Himmelserscheinung des Orion ihren Namen und wann ist die günstigste Zeit, um die Sternenkette der Andromeda vollständig zu beobachten? Das und vieles mehr erfahren wandernde Nachtschwärmer vom „Sternenmännchen“.  

Blick von der Stadtmauer auf den Naturpark Arnsberger Wald  - © Michael Stenger

Eine Spazierrunde für novemberliche Morgenstunden ist wiederum der Stadtmauerrundgang in Rüthen. Die sanfte, gut drei Kilometer lange Runde führt einmal um die Hansestadt, die im milchigen Glanz der Wintersonne langsam erwacht. Es geht vorbei am Handwerkerdorf und der historischen Seilerei. Als letzter vollständig erhaltener Wehrturm der ehemaligen Stadtbefestigung erhebt sich der Hexenturm aus der Landschaft: Hier sollen im 17. Jahrhundert vermeintliche Zauberer und Hexen eingekerkert gewesen sein. Der Weg endet am Hachtor, in dem dortigen ehemaligen Befestigungsgraben wurde im frühen 17. Jahrhundert ein jüdischer Friedhof angelegt. Heute gilt die Begräbnisstätte als ältester, original erhalten gebliebener jüdischer Friedhof in Westfalen.