Die 7,50 Meter hohe Skulptur „Der Krummstab“ von Heinrich Brummack greift die Geschichte des gleichnamigen bischöflichen Symbols der römisch-katholischen Kirche auf. Das Werk trägt das Zitat Martin Luthers „Eine allzu große Macht stürzt durch ihre eigene Masse“ und verweist damit auf den Wandel des Krummstabs vom Zeichen kirchlicher Fürsorge zum Symbol weltlicher Macht.
1072 wurde der Krummstab als Mahnung zur Fürsorge an die Benediktiner-Abtei Kloster Grafschaft verliehen. Mit der zunehmenden weltlichen Bedeutung der Kirche entwickelte er sich zu einem Zeichen kirchlicher Macht. Im Zuge der Säkularisation von 1803 gingen die kirchlichen Güter und der weltliche Einfluss verloren – ebenso der historische Krummstab des Klosters.
Die aus 2.613 Kilogramm Aluminium gefertigte Skulptur wirkt formal bewusst labil und bildet eine weithin sichtbare Landmarke zwischen Schmallenberg und Bad Berleburg.

