- Eintritt frei
- kein Eintritt möglich
Pochjungen auf dem Bastenberg (BergbauWanderweg 19)
Heinrich-Lübke-Str.
59909 Bestwig
Nach der Erzförderung wurden die metallhaltigen Brocken am Stollenmundloch vorsortiert und vom tauben Gestein getrennt. Diese Arbeit übernahmen oft Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren, die sogenannten Pochjungen, angeleitet von älteren Bergarbeitern. Unter Aufsicht eines Steigers zertrümmerten sie das Erz mit dem Hammer auf dicken Metallplatten, bevor es zum Transport gesammelt wurde.
Die Arbeit war körperlich anstrengend und gefährlich: Von 8 bis 18 Uhr pochten die Jungen bei Staub und Bleigeruch, lediglich mit ein paar Brotscheiben und Wasser gestärkt. Um Bildung und Arbeit zu vereinbaren, wurde 1842 in Ramsbeck eine Bergschule eingerichtet: Früh morgens von 4.30 bis 7.30 Uhr erhielten die Pochjungen Unterricht, bevor die tägliche Arbeit begann.
Mit der Einführung gesetzlicher Altersgrenzen sank die Zahl der arbeitenden Kinder, und der Tagesablauf wurde besser geregelt: Schule am Vormittag, Arbeit am Nachmittag.
Noch heute gibt es in einigen Regionen der Welt Kinder, die unter schwierigen Bedingungen in Bergwerken arbeiten – ein Hinweis darauf, dass das Problem der Kinderarbeit keineswegs der Vergangenheit angehört.