Montanarchäologie im Bastenberg (BergbauWanderweg 10)

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Fakten, Mythen und Legenden zum Venetianerstollen
(BergbauWanderweg Infotafel 10)


Bergbau Wanderweg Infotafel 10
Venetianerstollen Bergauwanderweg Ramsbeck
Venetianerstollen
Bergbau Wanderweg Blick in den Venetianerstollen

Adresse

Montanarchäologie im Bastenberg (BergbauWanderweg 10)

(am Bergbauwanderweg Ramsbeck)

59909 Bestwig

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Eigenschaften:

  • Eintritt frei
  • kein Eintritt möglich

Archäologische Untersuchungen am Venetianerstollen im Jahr 2011 zeigten, dass der Stollen ursprünglich deutlich weiter reichte als heute sichtbar. Unterhalb des heutigen Mundlochs wurden mehrere Bauphasen nachgewiesen: Ein älterer Stollen stammt aus dem Hochmittelalter (11.–13. Jahrhundert), ein jüngerer aus dem 18. Jahrhundert. Keramikfunde und Holzkohlen bestätigen diese Datierungen.

Unter Tage ist der Venetianerstollen insgesamt 154 Meter lang. Teile wurden im 18. und 19. Jahrhundert überprägt. In einigen Bereichen sind noch originale Vortriebsspuren sichtbar, teils durch Feuersetzen entstanden. Radiokarbonanalysen belegen, dass hier bereits im 10.–12. Jahrhundert Bergbau betrieben wurde.

Der Name „Venetianerstollen“ führte zu vielen Legenden. Die sogenannten „Venetianer“ galten als geheimnisvolle Erzsucher mit besonderem Wissen über Bergbau und Metallverarbeitung. Historisch belegt ist, dass ab dem 13. Jahrhundert italienische Fachleute im europäischen Bergbau tätig waren. Ihr spezielles Wissen wurde oft mystifiziert – so entstanden zahlreiche Sagen, die bis heute überliefert sind.

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