Knochenmühle Mühlhofe

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Die Knochenmühle im Meinerzhagener Ortsteil Mühlhofe besitzt echten Seltenheitswert: Sie gilt als letzte erhaltene Knochenmühle ihrer Art in Westfalen. Als restauriertes, funktionsfähiges technisches Kulturdenkmal bietet sie einen faszinierenden Einblick in historische Landwirtschafts- und Mühlentechnik.
Blick von der Seite auf die Knochenmühle
Die Knochenmühle gehört auch zum &

Adresse

Knochenmühle Mühlhofe

Mühlhofe

58540 Meinerzhagen

brueggi@hotmail.com

Links

Homepage

Eigenschaften:

  • Bushaltestelle vorhanden
  • auf Anfrage / für Veranstaltungen geöffnet

Die Knochenmühle Mühlhofe liegt idyllisch im Tal der Ihne in der Bauernschaft Mühlhofe, östlich des Stadtteils Valbert. Errichtet wurde die Bruchsteinmühle um 1849 an der Stelle einer bereits 1548 bestehenden Kornmühle. Zusammen mit den Anlagen in Fretter und Eslohe zählt sie zu den letzten erhaltenen Knochenmühlen Westfalens.

Zweck der Mühle war das Zerstampfen tierischer Knochen, um daraus Knochenmehl als Düngemittel für die Landwirtschaft herzustellen. Die Antriebskraft lieferte der Bach Ihne: Rund 250 Meter oberhalb der Mühle wurde Wasser abgezweigt, in einem Teich gestaut und über einen Mühlengraben zu einem oberschlächtigen Wasserrad geführt. Dieses treibt im Inneren eine Daumenwelle an, die wiederum mehrere in einem Holzrahmen aufgehängte Stampfer bewegt. In einer muldenförmigen Vertiefung zerkleinerten diese die Knochen.

Die Knochen stammten aus Metzgereien und Schlachthöfen der Umgebung und wurden teilweise über den Bahnhof Kraghammer per Pferdefuhrwerk angeliefert. Erster Eigentümer war Wilhelm Stamm, der mit dem Knochenmehl einen regen Handel betrieb. Bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs diente das Produkt ausschließlich als Düngemittel. Ab 1939 wurde diese Nutzung per Verordnung untersagt; kurzfristig wurden die Knochen zur Herstellung von Seife und Leim verwendet.

In den Jahren 1944/45 wurde die Mühle stillgelegt und verfiel zunehmend. Umfangreiche Restaurierungsarbeiten in den 1980er Jahren – mit Unterstützung der Stadt Meinerzhagen, des Märkischen Kreises und der Denkmalpflege – machten die Anlage wieder funktionsfähig. Seit 1986 steht die Knochenmühle unter Denkmalschutz, seit 1989 ist sie wieder betriebsbereit. Das benachbarte Wohnhaus stammt aus dem Jahr 1892.

Besichtigung & Hinweise

  • Außenbesichtigung: jederzeit möglich

  • Innenbesichtigung:

    • jeden 1. Mittwoch im Monat (Mai bis Winterbeginn) von 15:00–17:00 Uhr,

    • am Tag des offenen Denkmals und am Deutschen Mühlentag,

    • oder nach individueller Absprache mit dem Heimatverein Meinerzhagen

  • Kontakt: Herr Pätzold, Tel. 02358 / 1624

  • Touristinfo: Tel. 02354 / 77-132

Bitte beachten: Zeitweise Schließungen sind möglich; aktuelle Hinweise vor einem Besuch prüfen.

Alle Angaben ohne Gewähr.

Preise

Preise auf Anfrage

Öffnungszeiten:

Wochentag Von Bis
Mittwoch 15:00 17:00

Anreise

Bushaltestelle Mühlhofe

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