Die Geschichten ereignen sich generationsübergreifend in einem Haus an einem Branden-
burger See und strecken sich zeitlich von 1906 bis 2002. Von der Weimarer Republik, über
den Nationalsozialismus, über den Aufbau der DDR bis hin zur Wiedervereinigung beleuch-
tet und verknüpft Jenny Erpenbeck die Schicksale einzelner Menschen: Sie suchen in ihrer jeweiligen Epoche auf diesem Grundstück ein Heim. Die Figuren lassen uns eintauchen in die Widersprüche ihrer Zeit und ihres Lebens. Jede Erzählung ein einzelnes Schicksal,
jeder Mensch mit ganz eigenen privaten Perspektiven auf die Welt, geprägt und
gezeichnet von den jeweiligen gesellschaftlichen Zwängen. So entfaltet sich eine tiefgründige, literarische Erzählweise mit sehr unterschiedlichen Sichtweisen auf die ambivalente deutsche Geschichte.

