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Bestwiger PanoramawegWanderung

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Schwierigkeit mittel
Strecke53 km
Austieg1841 m
Abstieg1770 m
Dauer12 h
Niedrigster Punkt284 m
Höchster Punkt696 m

Startpunkt der Tour:

Bürger- u. Rathaus Bestwig

Zielpunkt der Tour:

Bürger- u. Rathaus Bestwig

Eigenschaften:

Qualitätsweg Wanderbares Deutschland Etappentour aussichtsreich mit Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch

Höhenprofil

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Kurzbeschreibung

Der Bestwiger Panoramaweg durchzieht auf ca. 53 km die herrliche Mittelgebirgslandschaft im gesamten Feriengebiet Bestwig. Der Weg glänzt - wie der Name sagt - durch viele wunderschöne, zuweilen spektakuläre Panorama-Ausblicke. Zumeist verläuft der Weg auf den Höhenzügen, aber auch die Dörfer mit ihren gastronomischen Betrieben sind in den Wegeverlauf bewusst einbezogen.

Beschreibung

Der ideale Einstieg ist das Bürger- und Rathaus Der Weg ist hochwertig ausgeschildert und führt an vielen Sehenwürdigkeiten vorbei: Valmestausee, Alter Heer- und Pilgerweg, Klippenweg über Andreasberg, Stüppelturm und Freizeitpark Fort Fun, der einzige natürliche Wasserfall in NRW "Plästerlegge", der Schnadestein am "Vierländereck Leiserstein", die ehemaligen Bergbaugebiete Dörnberg, Alte Ries und Bastenberg, Rauchabgaskamine in Ramsbeck und Ostwig, Venetianerstollen sowie das Sauerländer Besucherbergwerk - und nicht zuletzt die herrlichen Aussichten.

Der Panoramaweg bietet sich mit seinen gehobenen Ansprüchen auch für Mehrtagestouren an. Drei Sauerländer Wandergasthöfe, das Alpenvereinshaus der Sektion Sauerland in Heinrichsdorf und viele weitere Übernachtungsbetriebe liegen direkt am Weg.

Wegbeschreibung

Am Bürger- und Rathaus in Bestwig beginnt die erste Tour auf dem Bestwiger Panoramaweg. Als erstes erfolgt der Aufstieg zum Westfeld. Mit Blick auf Stausee geht es weiter über zum Alten Heerweg und den Oehrenstein, vorbei am Hexenplätzchen zur Freizeitanlage Andreasberg. Während Dörnberg 1759 erstmalig erwähnt wird, ist das etwas unterhalb gelegene Andreasberg das jüngste Dorf der Gemeinde Bestwig. Im Zuge der bergbaulichen Boomphase, die wohl nur mit einem Goldrausch verglichen werden kann, bezog ein Treck aus Sachsen an nur einem Tag im Jahre 1854 die vorher notdürftig von der Bergwerksleitung zusammen gezimmerten Häuser.

Die große Freizeitanlage in Andreasberg lädt zur Rast ein. Vom Bergarbeiterdorf Andreasberg führt die Tour über die Klippen und den Stüppel, mit Blick zur Hunau und am Freizeitpark Fort Fun Abenteuerland entlang nach Bestwig-Wasserfall. Der Ort ist nach dem unterhalb des Dorfes liegenden, einzigen natürlichen Wasserfall von Nordrhein-Westfalen benannt, der aber nur periodisch wasserführend ist. Die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes Wasserfall findet sich im Jahre 1560. Die ersten Bewohner waren sicherlich Köhler und Bergleute, die im nahen Bergbau am „Klingelborn“ ihr Brot verdienten. Bekannt wurde das Dorf durch den Freizeitpark Fort Fun. Vom Stüppelturm aus bietet sich eine tolle Aussicht über weite Teile des Sauerlandes. Weitere markante Wegpunkte sind die Kapelle, der Wasserfall "Plästerlegge" und die Reitmecke. Die erste Etappe endet in Heinrichsdorf (mit DAV-Haus und Marienkapelle).

Heinrichsdorf ist eine Bergarbeitersiedlung von 1854. Die Kapelle, der hl. Maria Goretti geweiht, wurde 1954, also 100 Jahre nach Gründung des Ortes erbaut. Im Jahre 2001 baute der Deutsche Alpenverein, Sektion Sauerland DAV die ehemalige Dorfschule zu einem Wanderheim um. Wir passieren Untervalme, die Kapelle Maria Hilf der Christen nach Valme. Von Valme geht es durch den Faulenberg, das Brabecketal und das Twillmecketal zum Bastenberg oberhalb von Ramsbeck. Das Erscheinungsbild des staatlich anerkannten Erholungsortes ist stark von der jahrhundertelangen Bergbaugeschichte des Dorfes geprägt. Ein Abstecher ins Sauerländer Besucherbergwerk (die historische Grubenbahn fährt mehrmals täglich Besucher 1,5 km in den Eickhoffstollen) lohnt immer! Wir verlassen den Panoramaweg und nehmen den Weg rechts ab ins Dorf, um dort unsere zweite Etappe zu beenden.

Auf auf einer Bergbaurunde vorbei am Rauchabgaskamin, dem Venetianerstollen, der Bergbausiedlung "Eickhagen" und über Raviele sowie Ostfeld führt uns der Weg nach Berlar. Das schmucke Fachwerkdorf verfügt über die Kapelle „St. Peter und Paul“ , über eine bundesweit bekannte Islandpferde-Reitschule mit Reiterhof und  über ein altes Backhaus beim Hof Stehling-Witthöfer, in dem mehrmals im Jahr Brot gebacken wird. Weiter geht es dann in das Weihnachtsbaumdorf Heringhausen mit der Kirche St. Nikolaus.

Von Heringhausen geht es über "Knippe", Winkelmanns Kreuz und die Alte Deponie zum Ostenberg. Vorbei an der Ostenberghöhle, dem Kreuzweg Bestwig wandern wir mit Ruhrtalsicht zur Veledahöhle und der Knükelhütte. Die Pfarrei Velmede zählt zu den 12 Urpfarreien, die von Karl dem Großen um 800 errichtet wurden. Die Geschichtsschreibung geht davon aus, dass sie die Urkirche des oberen Ruhrtales war.

Weiter geht es nach Föckinghausen. Wir folgen dem Kreuzweg und genießen anschließend die Blicke über das Ruhrtal. Unterhalb des Heimberges führt uns der Weg in die ehemalige Köhlersiedlung Föckinghausen, die sich heute zu einem beliebten Ferienort entwickelt hat. Von Föckinghausen geht es über den Sengenbergskopf mit immer wieder schönen Ausblicken ins Valmetal, Ruhrtal und zum Bergkloster Bestwig in Richtung des Schieferdorfes Nuttlar. Die St. Anna-Kirche wird aufgrund der Maße auch schon mal Sauerländer Dom genannt. Alfertkreuzung, Kutschenweg und Kreuzweg Nuttlar sind einige der nächsten Stationen. Nach dem Schlehborntal führt die Wanderzung an der idyllischen Mariengrotte entlang zur Siedlung Dümel. Wir passieren die Fischtreppe, die Ruhrauen und den Bigger Weg und gelangen dann über die Steinbergruine nach Ostwig.

Der staatlich anerkannte Erholungsort gefällt durch schmucke Fachwerkhäuser und das schlossähnliche Haus Ostwig im Zentrum. Seit 1771 befindet sich der alte Rittersitz im Besitz des Freiherrn von Lüninck. Die Ruine eines Rauchabgaskamins weist auf die Zeit des bergbaulichen Booms rund um Ramsbeck hin. Hier in Ostwig sollte eine Verhüttung entstehen, aber vor der Umsetzung brach das geplante Ramsbecker Bergbauimperium zusammen und der Kamin kam niemals zum Einsatz. Vorbei am Bergkloster gelangen wir wieder zum Ausgangspunkt unserer ersten Etappe in Bestwig.

 

 

Ausrüstung

Mit Wanderschuhen, -hose und -jacke lässt sich der Bestwiger Panoramaweg am besten genießen.

Anfahrt

Pkw: über die A 46 - AS Bestwig

Bahn: Bestwig ist Bahnstation an der Oberen Ruhrtalbahn. Die Züge verkehren stündlich zwischen Hagen (RE 17) bzw. Dortmund (RE 57) und dem Sauerland.

Ihre Startadresse: 

Parken

Park & Ride-Parkplätze am Bahnhof (5 Min. vom Bürger- und Rathaus entfernt)

Reisedatum nicht bekannt

 

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