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Staumauer Möhnesee - Ortsteil Günne

Die Sperrmauer Möhnesee befindet sich im Ortsteil Möhnesee-Günne:

Die 1908-1913 aus Bruchsteinen erbaute Sperrmauer ist die Hauptattraktion des Möhnesees.

Im Jahr 2013 wurde die Sperrmauer 100 Jahre alt. Im Jahresverlauf fanden verschiedenen Veranstaltungen zu diesem Jubiläum statt.

Informationen auch zur Wassermengenwirtschaft, zur Wasserversorgung des Ballungsraumes Ruhrgebiet durch die Ruhr finden Sie unter www.ruhrverband.de

Die Möhnetalsperre wurde von 1908 bis 1913 erbaut und am 12. Juli 1913 vom Ruhrtalsperrenverein eingeweiht. Im Jahr der Einweihung war sie die größte Stauanlage in Europa. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Mauer durch einen britischen Bombenangriff in der Nacht vom 16. auf den 17. Mai 1943 zerstört. Durch die Flutwelle, die sich über die Möhne bis weit ins Ruhrtal ergoss, kamen fast 1600 Menschen ums Leben. Der Wiederaufbau, unter Verwendung der ursprünglichen Baumaterialien, konnte schon am 3. Oktober 1943 mit dem Auftragen der Fahrbahndecke auf der Dammkrone abgeschlossen werden.

Sie hat eine Länge von 650 Metern und misst an ihrer höchsten Stelle 40,30 Meter. Die Möhnetalsperre ist die zweitgrößte Talsperre im Einzugsgebiet der Ruhr und somit eine der wasserwirtschaftlich Bedeutendsten. Bei Normalstau beträgt der Stauinhalt 134,5 Millionen m³ Wasser bei einer Speicheroberfläche von 10,37 km².
Sie staut das Flusswasser der Möhne und trägt so zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung von über fünf Millionen Menschen bei. Zusätzlich dient die Talsperre dem Hochwasserschutz der unteren Flussabschnitte, sowie der Stromgewinnung und der Erholung.
Die Möhnetalsperre wurde im Zweiten Weltkrieg durch einen britischen Bombenangriff (Operation Chastise) in der Nacht vom 16. Mai auf den 17. Mai 1943 zerstört.

Zu dieser Jahreszeit war der See voll gefüllt. Um die Abwehranlagen zu umgehen, benutzten die Alliierten speziell für diesen Einsatz konstruierte Bomben, die sogenannten Roll – und Rotationsbomben.
Heute kann man sich im Inneren der Möhnetalsperre einen Nachbau einer solchen Bombe ansehen. Allerdings nur auf Anfrage beim Ruhrverband Möhnesee im Rahmen einer Führung.
Mithilfe ihrer Eigendrehung sprangen diese Bomben nach dem Abwurf über die Torpedofangnetzte hinweg in Richtung der Staumauer, schlugen dort mit geringem Restschwung gegen die Mauer, sanken ab und detonierten in einer Tiefe von 10 bis 15 Metern. Nur eine einzige der abgeworfenen Bomben erreichte ihr Ziel.

Die Sperrmauer wurde auf 77 Meter Länge und 23 Meter Höhe zerstört. Durch die daraus resultierende Flutwelle kamen 1200 bis 1600 Menschen ums Leben. Die meisten Menschen ließen ihr Leben unmittelbar in einem Kriegsgefangenenlager, welches sich unmittelbar unterhalb der Sperrmauer befand. Ein Mahnmal am früheren Kloster Himmelpforten erinnert heute daran. Ein weiteres Mahnmal finden wir in Neheim, wo die 12 Meter hohe Flutwelle die Stadt schwer traf.

Zweck dieses Angriffes war die Beeinträchtigung der Rüstungsindustrie im Ruhrgebiet.
Der Wiederaufbau wurde trotz der angespannten Lage mithilfe von tausenden Arbeitskräften unmittelbar nach dem Angriff in die Wege geleitet. Am 3. Oktober 1943 wurden die Arbeiten abgeschlossen. Bis Kriegsende wurde die Mauer nicht mehr angegriffen.

Informationen zur Möhnetalsperre finden sie unter www.ruhrverband.de, z.b. über die Wasserwirtschaft.

An der Sperrmauer befindet sich die Hauptanlegestelle der Personenschifffahrt Möhnesee (www.moehneseeschifffahrt.de) und in der Saison auch ein Informationsstand der Touristik GmbH Möhnesee (Öffnungszeiten Informationen zu Führungen auf der Sperrmauer unter www.moehnesee.de).

In der Nähe der Sperrmauer können Sie im Landschaftsinformationszentrum Wasser und Wald Möhnesee e.V. die Landschaft, Wasser und Wald erleben und entdecken, (www.liz.de). Liz, Brüningser Str. 2, 59519 Möhnesee, Tel. 02924-84110.

Am Ausgleichsweiher befindet sich auch das Möhnekraftwerk. Zuständig für die Möhnetalsperre ist der Ruhrverband Möhnesee.

An der Sperrmauer befindet sich auch die Hauptanlegestelle der Möhneseeschifffahrt. Informationen zu Abfahrtszeiten, Preisen und Veranstaltungen unter www.moehneseeschifffahrt.de

Die Talsperrenmauer ist als Baudenkmal in die Denkmalliste der Gemeinde Möhnesee eingetragen.

Tipp: In der Nähe befindet sich auch das Landschaftsinformationszentrum Möhnesee e.V. Hier werden in einer Ausstellung Informationen zur Entstehung des Sees und der Region. Veranstaltungen im Naturbereich für Alt und Jung, wie z.B. Kräuterwanderungen, Ferienprogrammen, Wanderungen und Radtouren. Informationen unter www.liz.de

Führungen: Informationen zu Führungen auf der Sperrmauer erteilt die Wirtschafts- und Tourismus GmbH Möhnesee, in der Saison von April bis Mai auch direkt an der Sperrmauer. Samstag, Sonntag und Feiertag 11.00-16.00 Uhr von April bis Oktober, Montag bis Freitag 12.00-15.00 Uhr in der Zeit von Juni bis September/Mitte Oktober.

Sie erreichen uns auch telefonisch unter Tel. 02924-497 bei der Wirtschafts- und Tourismus GmbH in Möhnesee-Körbecke , Anfragen unter info@moehnesee.de.

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