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SauerlandRadring

Auf alten Bahntrassen das schöne Sauerland entdecken - Der SauerlandRadring ist nicht nur ein Pionierweg, er verbindet seit 10 Jahren die attraktivsten Ausflugsziele der Region

Tourenradler genießen die Fahrt auf der HenneseeSchleife - © Tourismus Schmallenberger Sauerland / Klaus-Peter Kappest

Auf alten Bahntrassen durch die Region

Auf ausgedienten Bahntrassen Fahrrad fahren? Nein, so richtig neu ist diese Idee mittlerweile nicht mehr, an Charme hat sie aber deshalb keineswegs verloren. In den vergangenen Jahren wurde diese Idee immer häufiger umgesetzt, um den Rad-Tourismus zu bereichern. Einer der Pionierwege im Sauerland, der das Thema Bahntrassen-Radeln auch in bergiger Topografie zum Freizeitvergnügen für Tourenradfahrer und sportliche Familien ausgestaltet hat, ist der SauerlandRadring. Seit 10 Jahren ist er eine der beliebtesten Radrouten für Einheimische wie Gäste in der Region. Und er wird aufgrund der positiven Erfahrungswerte kontinuierlich weiterentwickelt.

Es ist diese gelungene Mischung aus komfortabler Routenführung auf ehemaligen Bahnlinien und jeder Menge Erlebnisse links und rechts der Strecke, die dem SauerlandRadring und später auch seiner kleinen Schwester, der HenneseeSchleife, ihren Erfolg beschert. Wie an zwei Perlenketten reihen sich die Ausflugsziele auf 84 plus 40 Kilometern Wegstrecke aneinander: Vom Galileo-Park bis zum DampfLandLeute-Museum, von der Besteckfabrik bis zum SauerlandBad, von der Abtei Königsmünster bis zum Hennesee. Unterwegs treffen die Radler zudem auf Zeugen der langjährigen Bahnhistorie wie ehemalige Bahnhöfe, Wegezeichen und Hinweisschilder.

Auf ihrer Tour durchqueren Radfahrer den Fledermaustunnel bei Finnentrop-Fehrenbracht. - © Sauerland-Radwelt e.V. / Dennis Stratmann

Gruselmomente im „Kückelheimer Tunnel“

Ein besonderer Höhepunkt auf der weitgehend steigungsarmen Fahrt ist natürlich der knapp 700 Meter lange „Kückelheimer Tunnel“ zwischen Finnentrop-Fehrenbracht und Eslohe-Kückelheim. Wo einst die Loks hindurch brausten, freuen sich heute vor allem Kinder über einen schaurig-schönen Gruselmoment im dämmrigen Licht und feuchter Kühle. Bekannt ist dieser Ort auch als Fledermaustunnel, weil hier in der kalten Jahreszeit die kleinen Flattertiere überwintern, die im Übrigen das Logo der abenteuerreichen Route prägen.

Tourenradler genießen ihre Pause im Lennepark bei Finnentrop. - © Sauerland-Radwelt e.V. / Tanja Evers

Der SauerlandRadring ging schon mit seiner Eröffnung am 26. Mai 2007 dank seines besonderen Konzeptes als Paradebeispiel interkommunaler Zusammenarbeit voran. Bauplaner, Stadtvertreter und Touristiker aus vier Städten und Gemeinden – Eslohe, Finnentrop, Lennestadt und Schmallenberg – zogen und ziehen damals wie heute an einem Strang bei Entwurf, Streckenplanung, touristischer Aufwertung und Marketing rund um die Route. Hinzu kamen schon zu früher Stunde Sponsoren, die an die Vision des zuständigen Arbeitskreises glaubten und zahlreiche Projekte und Weiterentwicklungen ermöglichten. Seit 2009 sind die heimischen Sparkassen mit im Boot.

Aus der „Nordschleife“ wird die „HenneseeSchleife“

Vor 10 Jahren schufen alle Unterstützer somit gemeinsam eine radtouristische Attraktion in einer topografisch anspruchsvollen Region, in der das entspannte Tourenradfahren damals noch ein Ding der Unmöglichkeit zu sein schien. Das sollte sich in den folgenden Jahren schnell ändern - auch dank der Imagewirkung des SauerlandRadrings. Fünf Jahre später erhielt der Radweg Zuwachs: Eine 40 Kilometer lange „Nordschleife schließt ihn nun nach Norden an die Bahnhöfe in Meschede und Freienohl an, verbindet ihn mit dem RuhrtalRadweg und nicht zuletzt mit dem Hennesee mit all seinen Freizeitangeboten. Ruhr-Sieg-Radweg und Lenneroute verlaufen in weiten Teilen im Gleichklang mit der Route, wodurch der SauerlandRadring sich mittlerweile zum Drehkreuz für Radler im Herzen des Sauerlandes gemausert hat.

Tourenradfahrer unterwegs auf dem SauerlandRadring - © Sauerland-Radwelt e.V. / Dennis Stratmann

Familienfreundlichkeit steht im Fokus der Entwicklung

Diese immer wieder neue Früchte tragende Partnerschaft festigt der Arbeitskreis SauerlandRadring im Jubiläumsjahr weiter und schließt einen Kooperationsvertrag unter den Kommunen. Denn es gibt auch in Zukunft noch viel zu tun, um die Strecke auf hohem Qualitätsniveau zu erhalten und ihre Angebote auszubauen. So soll etwa die Bahnhistorie als ihr thematisches Alleinstellungsmerkmal noch deutlicher zu erleben sein, zudem wird an der Familienfreundlichkeit weitergearbeitet und auch die Streckenführung und Beschilderung werden optimiert. Damit die Planung einer Radtour auf dem SauerlandRadring möglichst komfortabel verläuft, werden auch die Informationen zur An- und Abreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln verbessert. Eine Neuerung konnten die Partner zum 10-jährigen Geburtstag des SauerlandRadrings verkünden: Seine „kleine Schwester“, die Nordschleife, wird in „HenneseeSchleife umbenannt.

Diesen Artikel finden Sie auch im Magazin Heimatliebe - Ausgabe Winterberg, Medebach u. Hallenberg