Jump to Content Jump to Navigation

Achtung!

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte updaten Sie ihren Browser um die Usability zu verbessern.

Einmal trommelndes Herz, bitte!

Einmal trommelndes Herz, bitte! Den Adrenalinkick mit Aussicht gibt es in Altastenberg.

Starthaus des Astenkicks am Westfalenhang. - © Sauerland-Tourismus/Nadja Reh

„Heute fliegen wir nur im Sitzen“ wird uns bei unserer Ankunft in der kleinen weißen, fast unscheinbar wirkendenden Hütte am Straßenrand direkt erklärt. Äh ok, alles klar... Wir befinden uns in Winterberg, genauer gesagt in Altastenberg am Startpunkt des „Astenkicks“, der zweitlängsten Megazipline Europas. Seit der Eröffnung im August können hier Himmelsstürmer und solche, die es gerne werden wollen, ein unvergleichliches Abenteuer erleben. Diesen Plan haben heute auch wir, eine kleine Auskopplung des Sauerland-Tourismus-Teams. Denn heute soll nun endlich die Höhenangst besiegt und im Selbstversuch getestet werden, ob die Doppelseilrutsche ihren Namen, der den ultimativen Adrenalinschub verspricht, auch verdient. 

Helmpflicht für die Flieger. - © Sauerland-Tourismus/Nadja Reh
Ausrüstung für den Liegeflug im Starthaus. - © Sauerland-Tourismus/Nadja Reh

Schon auf den ersten Blick wird klar: Hier geht es um Action pur, denn die fein säuberlich aufgereihte Ausrüstung bestehend aus Helmen, Gurtsystemen und Metallrollen ist das Abenteuer-Equipment schlechthin. Nach einer kurzen Einweisung in die Funktionsweise der Seilrutsche durch das Astenkick-Team bekommen wir unsere Ausrüstung. Während wir in die Gurtsysteme steigen und uns die Helme gereicht werden, fängt es kaum merklich an, das Klopfen im Brustkorb. Als wir dann, ähnlich ausgestattet wie ein Profibergsteiger im Hochgebirge, die wenigen Treppenstufen zum Startturm hinaufsteigen, gesellt sich noch ein nervöses Kribbeln im Bauch dazu. Auch das Klopfen in der Brust nimmt zu und steigert sich, einmal ins Stahlseil eingeklinkt, zu einem raschen Trommeln.

Ob alleine oder zu zweit, ab hier geht es los. - © Sauerland-Tourismus/Nadja Reh

Noch auf dem Startpodest stehend, wandert der, doch zugegebenermaßen etwas bange Blick, hinunter ins Tal, folgt der Schneise durch den Wald und versucht, den 1000 Meter entfernten Zielpunkt auszumachen. Dort werden nun die Bremsen „scharfgemacht“, womit sich die sich sofort aufdrängende Frage „Wie bremse ich eigentlich?“ wohl von alleine beantwortet. Denn immerhin saust man mit guten 70 km/h nur an einem Seil hängend in die Tiefe. Das freie Fluggefühl kann man übrigens alleine oder auch zu zweit nebenander baumelnd genießen. Für Höhenängstler empfiehlt sich dabei eher Letzteres. Außerdem kann man sich – vor dem Flug, versteht sich – aussuchen, ob man sich lieber sitzend oder doch gleich auf dem Bauch liegend mit dem Kopf voraus den Kick holt.

Blick ins Tal vom Startturm aus. - © Sauerland-Tourismus/Nadja Reh
Das Astenkick-Team lässt die Leute fliegen. - © Sauerland-Tourismus/Nadja Reh
Der Shuttle-Bus bringt die Flieger wieder nach oben. - © Sauerland-Tourismus/Nadja Reh

Für uns gibt es jetzt kein Zurück mehr: Die Startplattform wird surrend abgesenkt, so dass man in seinem Gurtsitz nun wirklich buchstäblich in der Luft hängt. Herzstatus: Trommelwirbel! Nach dem Countdown bis zum Start – 3-2-1 – wird noch der Haken an der verbliebenen Halterung gelöst und dann heißt es: Abflug! Was zunächst in eher gemütlichem Tempo beginnt, steigert sich sehr schnell zu einer rasanten Fahrt hinweg über grüne Wiesen, kleine Teiche und staunende Kühe. Höhenangst? Ist wie weggeflogen. Neben frischem Wind im Gesicht, dem eigenen Herztrommeln in den Ohren und einem wirklich atemberaubenden Höhenrausch eröffnet sich dem Flieger ein fantastischer Panoramablick. Um den noch intensiver und allumfassender zu genießen, ist das Gurtsystem mit einem dreieckigen Lenkgriff ausgestattet. Dreht man diesen nach rechts oder links, ändert sich während der Rutschpartie die Sitzposition und somit natürlich auch die Blickrichtung. Leider ist der Flug an der Seilrutsche viel zu schnell vorbei und man landet, je nach Geschwindigkeit mit einem sanfteren oder abrupteren Abbremsen, auf der Zielplattform. Während sich das Herz langsam wieder dem Normaltempo nähert, stellt sich pures Glücksgefühl ein, denn der Flug an der Megazipline macht wirklich unheimlich viel Spaß. Also, Test bestanden, der Astenkick trägt seinen Namen zu Recht! Zurück zum Starthaus geht es übrigens bequem mit Astenkick-Shuttleservice.

Testflug mit ordentlich Herztrommeln bestanden.  - © Sauerland-Tourismus/Nadja Reh
Freier Flug und Höhenrausch. - © Sauerland-Tourismus/Nadja Reh
Hier geht es zur Webseite des Astenkicks.