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Die Ausgangslage

Baukultur ist seit jeher ein Grundpfeiler einer attraktiven und lebenswerten Stadt und damit harter Standortfaktor im Wettbewerb der Städte und Regionen. Und Baukultur stärkt als „immaterieller Reichtum“ auch die Identität der Menschen mit ihrem Lebensumfeld, ihrer Stadt und ihrer Region.

Somit kommt der Beachtung und Stärkung dieses weit umfassenden Begriffs eine besondere Bedeutung zu. Bund, Länder und Kommunen nehmen dabei in unterschiedlicher Intensität ihre Verantwortung gegenüber einer „gut gebauten Umwelt“ wahr.
Im Rahmen des vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) verankerten ExWoSt-Forschungsprogramms (Experimenteller Wohnungs- und Städtebau) wurden in den vergangenen Jahren seitens des Bundes bereits verschiedene Modellvorhaben zum Thema Baukultur angestoßen, u. a. der „Werkzeugkasten zur Qualitätssicherung“ (2012) oder das Forschungsfeld „Baukultur in der Praxis“ (2012-2014) mit Arnsberg als eine von acht Modellkommunen („Arnsberger Modell Baukultur“).
Mit dem ExWoSt-Forschungsprojekt „Regionale Baukultur und Tourismus“ wurde zwischen 2014-2015 der Fokus auf das Zusammenspiel von Baukultur und Tourismus gelegt und acht deutsche sowie fünf internationale Regionen untersucht. Im Ergebnis hat das Projekt gezeigt, dass es „gute Chancen für eine erfolgreiche und zukunftsfähige gemeinsame Entwicklung von Baukultur und Tourismus in Deutschland gibt“.
Mit dem jetzigen ExWoSt-Forschungsfeld „Baukultur und Tourismus – Kooperation in der Region“ soll zwischen 2017 und 2019 erprobt werden, wie unterschiedliche Akteure erfolgreich und dauerhaft zusammenarbeiten können und welche neuen Impulse von diesem Zusammenspiel ausgehen können. Dabei geht das Forschungsfeld davon aus, dass „gutes Planen und Bauen im regionalen Kontext nicht nur eine Aufgabe für Architekten und Planer ist, sondern für alle Menschen, denen die Bewahrung und Entwicklung der natürlichen und gebauten Umwelt am Herzen liegt. Regionale Baukultur geht über Architektur und Gestaltung eines Gebäudes hinaus und umfasst auch die Stadt- und Ortsplanung, die Errichtung von Infrastrukturmaßnahmen und die Gestaltung von öffentlichen Räumen und Landschaftsräumen“.

Mit einer “gut gebauten Umwelt“ kann ein Alleinstellungsmerkmal für eine Region erzeugt werden, auch mit dem Ziel einer touristischen Vermarktung und damit einer Stärkung der privaten Wirtschaft und kommunalen Haushalte.
Die von Seiten des Bundes formulierten Ziele des Forschungsvorhabens sind dabei:

  • die Verständigung und gegenseitige Wahrnehmung der beiden Disziplinen zu stärken,
  • aus bisher getrennt agierenden Akteuren Teams zu bilden,
  • geeignete "Baukultur- und Tourismus-Strategien" zu entwickeln, die auch Werbestrategien zur Vermarktung von Baukultur aus der Nutzerperspektive einschließen,
  • spezifizierte Entwicklungsplanungen durchzuführen,
  • geeignete Beratungs-Tools für beide "Seiten" zu erarbeiten,
  • gemeinsam definierte Maßnahmen umzusetzen,
  • beispielhafte Projektentwicklungen zu fördern und
  • den Erfolg zu evaluieren.