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Sauerländer Besucherbergwerk

Glück auf… im Sauerländer Besucherbergwerk
Unsere Entdeckungsreise ins Innere der Erde

Zahlreiche Ausstellungsstücke im Museum berichten von der langen Geschichte. - © sabrinity.com

Los geht es für uns mit dem Besuch des Bergbaumuseums im ehemaligen Verwaltungs- und Kauengebäude des Erzbergwerks Ramsbeck. Dass der Bergbau im Bestwiger Ortsteil eine lange Tradition hat, wird schnell klar. Stammt der erste urkundliche Nachweis für den Abbau von Blei und Zink in Ramsbeck bereits aus dem Jahr 1518. Schätzungen zufolge ist die Tradition jedoch noch um einiges älter und geht bis in die Zeit des späten Mittelalters vor über 700 Jahren zurück. Die frühesten Belege für Bergbau im Sauerland allgemein datieren sogar aus der frühen römischen Kaiserzeit. Und noch in den Jahren 1971/72 wurden von den rund 450 Mitarbeitern in Ramsbeck jährlich circa 500-600.000 Tonnen Roherz mit rund 20.000 Tonnen Blei- und Zinkmetall gefördert, ehe das Erzbergwerk am 31. Januar 1974 geschlossen und später in ein lebendiges Erzbergbaumuseum mit Besucherbergwerk umgewandelt wurde.

Die ehemaligen Räume der Lohnhalle. - © sabrinity.com

Und schon der Blick in die Lohnhalle versprüht jede Menge Bergbaugeschichte und lässt uns in der Zeit zurückreisen. Wusstet ihr etwa, dass hier noch bis in die 1950er Jahre an Schaltern der Lohn an die Bergleute ausgezahlt wurde? An zwei Zahltagen wurde am 15. des Monats zunächst der sogenannte „Vorschuss“ ausgehändigt, ehe am Monatsende der „Restlohn“ gezahlt wurde. Vielfach warteten an den Zahltagen die Frauen der Bergleute vor der Lohnhalle, um ihre Männer auf dem Weg in die Kneipe abzufangen. Auch das ehemalige Direktorenzimmer kann noch besichtigt werden und Freunde PS-starker Werkzeuge kommen in einer Halle mit allerlei Großmaschinen auf ihre Kosten.

Der tiefe Blick in den Stollen. - © sabrinity.com

Für uns geht es nun aber „unter Tage“, wie der Bergmann zu sagen pflegt. Stilecht ausgerüstet mit Grubenhelm und Schutzjacke fahren wir rumpelnd mit der originalen Grubenbahn aus den 1950er Jahren 1.300 Meter tief in den Eickhoffstollen ein und befinden uns jetzt direkt unterhalb des Dörnbergs. Konstante 10 Grad C° sind es hier ganzjährig und wir bewundern einen der Besucher, der sich trotzdem in kurzer Hose und T-Shirt auf den Weg ins Innere der Erde begeben hat.

Gebannt lauschen die Teilnehmer den Erläuterungen des Gästeführers. - © sabrinity.com
Ohrenbetäubender Lärm durch den historischen Bohrwagen. - © sabrinity.com

Eine der Stationen unserer Tour unter Tage ist die imposante Trommelfördermaschine, die 1963 als damals größte unterirdische Maschine ihrer Art in Betrieb genommen wurde. Auf der weiteren Tour erläutert uns der Gästeführer anschaulich das beschwerliche Leben der Bergleute anhand von Relikten wie historischen Maschinen und Werkzeugen, die allesamt das besondere Flair dieser Führung 300 Meter unter der Erde ausmachen. Ein ohrenbetäubender Lärm füllt den Stollen, als der Gästeführer einen Bohrwagen für kurze Zeit in Betrieb nimmt, um uns zu zeigen, unter welchen Bedingungen die Bergmänner ihre Arbeit verrichteten. Beeindruckend welche Arbeit nötig gewesen sein muss, um dieses Tunnelsystem in den Berg zu graben. Nach circa einer Stunde treten wir die Rückfahrt an und gelangen nach 6-minütiger Fahrt an die Erdoberfläche.

Zum Abschluss unseres Besuchs gönnen wir uns noch eine Bergmannswurst mit hausgemachtem Kartoffelsalat als kleine Stärkung nach dem ereignisreichen Ausflug in die Geschichte des Sauerländer Bergbaus. Die gibt es in der urig eingerichteten Gaststätte „Zur Lore“ direkt am Besucherbergwerk.

Hier gehts zur Internetseite des Sauerländer Besucherbergwerks.