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Ein Besuch im Sauerland-Museum

Wir haben uns die neue Daueraustellung im Landsberger Hof einmal genauer angeschaut.

Blick auf den Eingang des Sauerland-Museums im Landsberger Hof. - © Sauerland-Tourismus e.V. / Rouven Soyka

Das Sauerland-Museum in Arnsberg ist das Regionalmuseum für das ehemalige Herzogtum Westfalen - besser bekannt als kurkölnisches Sauerland. Bereits seit 1925 gibt es das Museum in Trägerschaft des Hochsauerlandkreises, das seit 1937 im Landsberger Hof inmitten der Arnsberger Altstadt untergebracht ist. Nach umfassenden Um- und Ausbaumaßnahmen wurde es im September 2018 offiziell wiedereröffnet und zeigt seitdem seine neu konzipierte Dauerausstellung. Grund genug für uns, dieser einmal einen Besuch abzustatten.

Die begehbare Steinzeithöhle im Untergeschoss. - © Wolkenlos Gestaltung & Fotografie
Ein originalgetreue Ritterfigur zu Ross. - © Sauerland-Tourismus e.V. / Rouven Soyka

Im Museum angekommen machen wir uns, ausgestattet mit praktischen Audio-Guides, der Beschilderung folgend auf den Weg in den Gewölbekeller und befinden uns unmittelbar in einer begehbaren Höhle der Altsteinzeit. Aufwendig hergestellte Neandertalerfiguren vermitteln einen Eindruck vom Leben der Menschen vor mehr als 50.000 Jahren. Besonderes Highlight hier ist aber das mehr als 80.000 Jahre alte Skelett eines Höhlenbären, einem Originalfund aus der Balver Höhle. Nur wenige Schritte weiter wartet bereits das Mittelalter auf uns. Historische Rüstungen und originalgetreu ausgestattete Figuren versetzen uns in die Zeit von Rittern und Burgen im Sauerland. Wie schwer so eine Rüstung wirklich ist, können wir am eigenen Leib austesten und vor Ort eines der mehrere Kilo schweren Kettenhemden anprobieren.

Museumsbesucher betrachten die Ausstellungsstücke. - © Sauerland-Tourismus e.V. / Rouven Soyka

Im Erdgeschoss thematisiert die Ausstellung die Zeit des Herzogtums Westfalen von der Christianisierung bis zu seinem Ende im Jahr 1802. Vor allem die Gründung der zahlreichen Kloster unter kurkölnischer Herrschaft seit dem Mittelalter werden dabei aufgegriffen. Zusätzliche Informationen bekommen wir ganz praktisch über eine Hörstation und einen interaktiven Touchscreen. Weiter geht der Rundgang im Obergeschoss. Gleich mehrere Räume widmen sich hier dem Zeitalter Napoleons, seinem Aufstieg und den Auswirkungen auf ganz Europa. Einen Bogen in die heutige Zeit schlägt die Ausstellung beim Thema Wirtschaft und zeigt die Produktvielfalt zahlreicher Sauerländer Betriebe, die die Region auch heute noch zu einem innovativen Wirtschaftsraum machen.          

Weitere Infos gibt es über die praktischen Touchscreens. - © Sauerland-Tourismus e.V. / Rouven Soyka

Als letzte Station wird das 20. Jahrhundert mit dem Untergang der Weimarer Republik bis zur Herrschaft des Nationalsozialismus im Sauerland thematisiert. Projektionen an den Wänden illustrieren hier anschaulich den allmählichen Untergang der Weimarer Republik und den Terror der Nationalsozialisten. Anhand von Einzelschicksalen wird zudem ein direkter Anknüpfungspunkt zur Region hergestellt. Und so endet unser Besuch im Sauerland-Museum mit dem Fazit, dass Besucher hier eine nach modernsten Gesichtspunkten konzipierte Ausstellung über die Geschichte der Region erleben können.

PS: Momentan sucht das Sauerland-Museum noch nach Exponaten für die geplante Ausstellung zur Geschichte und Entwicklung des Tourismus im Sauerland, die ab März 2020 im Neubau zu sehen sein wird. Interessierte Leihgeber können sich dazu direkt an Susi Bogen  (susi.bogen@hochsauerlandkreis.de oder 02931/94-4607) wenden.

Hier geht es zur Internetseite des Sauerland-Museums