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Team Sauerland NRW

Radsporttalente aus dem Sauerland und NRW kämpfen in der Rad-Bundesliga in Deutschland und bei internationalen Rennen um Erfolge. Langfristiges Ziel ist und bleibt die Tour de France.

In den letzten Monaten 2015 initiiert, schon während der Saison 2016 etabliert.

So lautet kurz und knapp das Fazit kurz vor dem Saisonfinale der Sauerländer Radmannschaft. Das vergangene Jahr war ein günstiges für den Radsport. Die Deutschen Profis eilten bei der Tour de France von Erfolg zu Erfolg und das Thema Radrennen wurde – nach einer Durststrecke – auch in den Medien wieder positiv dargestellt. „Bei möglichen Sponsoren hatten wir letztes Jahr schnell ein offenes Ohr“, so SVL Sports GmbH Geschäftsführer Heiko Volkert. „Selbst wenn nicht alle zugesagt haben, konnten wir Zustimmung zu unserem Projekt erkennen“, führt Volkert weiter aus. Unterstützt von hochkarätigen Ausrüstern und Unternehmen aus der Region, etablierte sich das Team schnell im Rennzirkus. Das Team Sauerland NRW p/b Henley & Partners wurde zum Jahresanfang offiziell beim Radsportweltverband UCI registriert und erste Einladungen ließen nicht lang auf sich warten. Besonders freute sich das heimische Team über Einladungen zu Rennen wie Rund um Frankfurt/Eschborn am 1. Mai, Rund um Köln und zur internationalen Tour d’Azerbaidjan. Dass man bei Rennen dieser Kategorie sofort im ersten Jahr Seite an Seite mit World-Tour-Fahrern an der Startlinie steht, ist in der Szene nicht selbstverständlich. Neben der sportlichen Entwicklung der jungen Talente lag und liegt immer noch die Festigung notwendiger Strukturen im Fokus der Teamleitung.

Bestätigt wurde die Arbeit bisher durch die ersten sportlichen Erfolge und starken Rennen der meisten Fahrer. Nach dem Trainingslager in der Türkei wuchs die Mannschaft mehr und mehr zusammen. Zum Leistungsträger entwickelte sich beispielsweise der 19-jährige Aaron Grosser aus Hamm. Nach guten Platzierungen im Frühjahr landete er seinen ersten „Treffer“ bei der Oder-Rundfahrt. Dort gewann er im Fotofinish einen Massensprint gegen den amtierenden deutschen U23-Meister Pascal Ackermann. Nicht nur dieser Sieg zeigt das Potential von Grosser. Der junge Sprinter konnte bei Rund um Köln tatsächlich im Bergischen Land mit den besten World-Tour-Fahrern mithalten und wurde am Ende 20. beim ältesten Rennen Deutschlands. Seine Ambitionen unterstrich er noch mit Platz elf bei der Profi-DM in Erfurt. Hier lag er knapp hinter den Siegern André Greipel und Marcel Kittel, aber vor John Degenkolb.

Weiter führt Florian Stork die Nachwuchswertung in der deutschen Bundesliga an. Dass der Bündener gerade erst aus der Juniorenklasse aufgestiegen war, merkte man ihm kaum an. Unauffällig, aber immer vorn dabei, konnte er bei allen Rennen glänzen. Renndistanzen jenseits der 150 Kilometer steckte er problemlos weg. Erste Talentscouts wurden schon bei der Tour d’Azerbaidjan aufmerksam. Mit Stork wurde dann auch das erste Talent aus dem Team zum Giant-Alpecin-Team in Richtung World Tour weitervermittelt. Der Fahrerkader soll im kommenden Jahr im Kern zusammenbleiben. Nur mit kleineren Veränderungen will man weiter heimische Nachwuchsfahrer fördern und mit ihnen wachsen. Während die Fahrer hart dafür trainieren, tut man auch im Management alles, um sportlich weiterzukommen. Die Sponsoren bleiben uns treu und es gibt sogar jetzt schon konkrete Gespräche für 2018. Man darf die letzten Rennen 2016 und die kommende Saison also mit Spannung verfolgen!

Am Rande: Das Team Sauerland NRW p/b Henley & Partners wurde in Zusammenarbeit mit dem Radsportverband NRW gegründet. Während Landestrainer Wolfgang Oschwald für das Sportliche zuständig ist, wird die Arbeit im Hintergrund von der SVL Sports GmbH aus Eslohe erledigt. Das Unternehmen arbeitet seit Jahren als Makler für internationale Radsportteams und will mit dem Team Sauerland heimische Talente finden und fördern. Zu Beginn des Projektes fährt man die Bundesliga in Deutschland und einige internationale Rennen. In Zukunft soll das Programm noch internationaler werden und das große langfristige Ziel ist und bleibt die Tour de France.

Diesen Beitrag finden Sie auch im Woll-Magazin - Ausgabe Schmallenberg, Eslohe und Umgebung (Herbst 2016)
Text: Hermann Hoffe | Foto: Werner Möller | Motiv: Die Leinau-Zwillinge vor Toni Martin

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