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Surferparadies

Lippstadt hat 115 Brücken und gilt zurecht als das „kleine Venedig Südwestfalens“. Als Surferparadies war die 66.000-Einwohner-Kommune im Kreis Soest bislang noch nicht bekannt. Jetzt aber machen vier junge Männer buchstäbliche „eine richtige Welle“.

Make it happen - now

Ja! Henrik Frensch, Alexander Lempke, Stefan Schulte-Beerbühl und Max Kersting haben eine Vision:
Sie wollen auf einem Surfbrett stehen und Wellenreiten – und das mitten in Lippstadt. Klingt vielleicht unmöglich. Ist es aber ganz und gar nicht. Denn gerade die Lippe bietet ideale Bedingungen für die Umsetzung dieser außergewöhnlichen Idee. Fluss-Surfen ist eine Abwandlung des klassischen Surfens. Das Bewegungsschema wird dabei auf eine stehende, statt auf eine rollende Welle übertragen. Anders als in einer Welle am Meer bewegt sich der Surfer nicht vorwärts, sondern fährt im Wellental „auf der Stelle“, unterstützt durch eine Seitwärtsbewegung. Stehende Flusswellen bieten Surfern, Kanuten und Wassersportinteressierten Bedingungen, die nur an sehr wenigen Orten gegeben sind.
Seit Februar 2016 liegt eine Machbarkeitsstudie vor mit dem Ergebnis: „Es würde funktionieren“.

Lippstadt als Freizeitparadies

Die vier Initiatoren kennen sich seit Kindheitstagen, zogen zum Studium weg und arbeiten inzwischen größtenteils wieder in Südwestfalen. Alexander Lempke hat bereits Wellen auf allen fünf Kontinenten gesurft und lernte während des Studiums in der Schweiz auch die so genannte Stehende Welle kennen. Da lag es fast auf der Hand, ein solches Projekt auch in der Nähe des Wildwasserkanals in Lippstadt zu installieren, der bislang vor allem von den erfolgreichen Kanusportlern genutzt wird – zumal das Wehr im Rahmen des Hochwasserschutzes ohnehin aufwändig saniert werden soll.
Durch die Ausweitung des Wassersportangebotes würde aus Sicht der vier Freunde die Lebensqualität für die Lippstädter Bürger deutlich aufgewertet und der Ruf der Stadt als Wasser- und Freizeitstandort über die Region hinaus gestärkt. Mehr noch: „Die Stadt hat sich `Licht – Wasser – Leben` auf die Fahnen geschrieben, die stehende Welle würde dieses Motto perfekt widerspiegeln“, erklärt Alexander Lempke. „Während sich andere Städte weitere Shopping-Malls in die Stadt holen, könnte Lippstadt mit diesem Angebot punkten und vielleicht auch weitere Studenten anlocken“, ergänzt Henrik Frensch.

In den kommenden Monaten gilt es, weitere Überzeugungsarbeit zu leisten. Vor allem bei den heimischen Kanuten, die das Projekt derzeit noch kritisch sehen, weil durch die stehende Welle sehr viel Wasserhöhe „verbraucht“ würde. Lippstadts Bürgermeister Christoph Sommer dagegen ist ein großer Fan der Idee: „Hoffentlich klappt das und alle notwendigen Stellen geben ihr Okay!“, schrieb er unlängst auf der Facebook-Seite des eigens gegründeten Vereins „Lippstädter Welle – Make it happen“. Mal sehen, wieviel Wasser noch - ungesurft - die Lippe hinunterfließt, bis der Traum der vier Freunde Wirklichkeit wird.

Diesen Artikel finden Sie im Magazin "Wir in Südwestfalen" (Ausgabe 2016) der Südwestfalen Agentur GmbH
Text: Christian Janusch | Fotos: privat

Magazin "Wir in Südwestfalen", Ausgabe 2016 Lippstädter Welle - Make it happen

Projektvideo

Eine Welle für alle...