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Winterberger Hochtour (Etappe 10) von Hoheleye zum Kahler AstenWanderung

Die zehnte und letzte Etappe der Winterberger Hochtour führt von Hoheleye zum Start- und Endpunkt den Kahlen Asten. Über den Grenzweg wandern wir durch Langewiese, Neuastenberg und Lenneplätze hindurch zum Kahlen Asten.

Beste Jahreszeit

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Beschreibung

Der Grenzweg über den Kamm des Rothaargebirges war im Wechsel der Jahrhunderte Landes-, Zoll- und Bistumsgrenze. Hier verlief die Glaubens- und Stammesgrenze zwischen den Stämmen der Franken und Sachsen. Der Rothaargebirgskamm ist Wasserscheide zwischen Rhein und Weser. Der Altarstein bei Schanze und der Heidenstock sind alte, heidnische Opferstätten. Auf dem Kamm des Grenzweges liegt am Weg ein sogenannter Wildererstein. Hier hat sich ein Drama zugetragen. Was muss das in früheren Zeiten doch eine Not gewesen sein, wenn wegen Wilderei ein Mensch erschossen wurde!

Ein Heimatfreund, der anonym bleiben möchte, hat 1996 auf dem Bergrücken eine Tafel aus Schiefer errichtet. Mit diesem so genannten Wildererstein macht er auf ein Ereignis aufmerksam, das sich 1922 an diesem Ort ereignete. In der damaligen Zeit, die von Armut und Not gekennzeichnet war, kam es nicht selten vor, dass in den Wäldern gewildert wurde. So auch ein Langewieser Köhler, der eine 13-köpfige Familie zu ernähren hatte. Sein 19-jähriger Sohn Heinrich Kuhn begleitete ihn. Der in den fürstlichen Wäldern der Höhendörfer tätige Revierbeamte hatte einen Schuss gehört und war zu der vermeintlichen Stelle geeilt. Er stellte am Knäppchen Vater und Sohn, die gerade mit dem Aufbrechen eines Rehes beschäftigt waren. Während eines Handgemenges ergriff der Vater die Flucht und forderte seinen Sohn auf, ebenfalls zu fliehen. Dieser versetzte dem Revierbeamten noch einen Schlag, bevor er mit seinem Drilling die Flucht ergriff. Der Förster vermutete, dass er aus der Dickung angegriffen würde und schoss hinter dem Flüchtenden her. Der Sohn wurde tödlich im Rücken getroffen. In einem anschließenden Gerichtsverfahren gegen den fürstlichen Revierbeamten wurde dieser freigesprochen.

Wir starten am Hoheleyer Hof und folgen der Markierung WHT bis auf die Höhe. Auf der Höhe treffen wir auf den sogenannten Grenzweg, über den Rothaarsteig©, der Rothaarkammweg 3, Robert-Kolb-Weg 6 und örtliche Wanderwege führen. Auch der Wanderweg der Deutschen Einheit (WDE - Görlitz-Aachen) benutzt den alten Höhenweg.

Auf dem Kamm angekommen, folgen wir den Wanderzeichen nach rechts, gehen der Morgensonne und dem Astenberg entgegen. Bis zum Astenturm bleibt die Hochtour auf dem Rothaarsteig©.

Nach steilem Abstieg das Knäppchen hinunter erreichen wir die Kurve der Bundesstraße B236. Nur 50 m geht es an der Straße entlang, dann steigen wir bergan zum Berg Auf der Höhe (Schutzhütte) mit seiner tollen Panoramasicht. Vor uns, auf der Kuppe des Astenberges, entdecken wir schon den Endpunkt der Winterberger Hochtour (WHT), den Astenturm.

Vorbei an der Berg-Goldschmiede (Besichtigungsmöglichkeit) erreichen wir bald die Elberfelder Hütte der Sektion Elberfeld des Deutschen Alpenvereins (DAV). Im Jahre 1992 wurde ganz in der Nähe ein markanter Schnadestein aufgestellt. Immer wieder öffnen sich uns interessante Aussichten nach rechts und links.

Wir erreichen Lenneplätze, den Geheimtipp für Ruhe liebende Sommerurlauber und Wintersportler. Köstlich munden uns die Beerenweine im nahen Gasthof Zur Glocke oder im Berghotel Lenneplätze. Am alten Sportplatz entlang wandernd, erreichen wir eine kleine Schutzhütte mit dem daneben stehenden Grenzstein Schmallenberg- Wittgenstein-Winterberg. [Nach rechts führt uns der Hauptwanderweg X 14 – vorbei an der Jugendherberge – hinunter nach Neuastenberg mit seinem bekannten Wintersportmuseum.]

Fast direkt dahinter verläuft wieder eine alte Landwehr. Sie ist eine der größten ihrer Art und noch auf einer Länge von fast 600 m erhalten. Der Aufstiegsweg zum Kahlen Asten ist unschwer als alter Hohlweg erkennbar, es war einmal ein Verbindungsweg vom Rothaarkamm über den Asten zur Heidenstraße. Das Sauerland - so wird behauptet - hat mehr als 2.500 Berge, die über 400 m hoch sind. Der Name Land der tausend Berge ist also leicht untertrieben.

Alternativ können wir vom Kahlen Asten über den Hauptwanderweg X13 weiter bis in das Stadtzentrum von Winterberg wandern.

 

Festes Schuhwerk, Kleidung entsprechend der Witterung und Jahreszeit.
Hoheleye erreichen Sie von Winterberg aus über die B236.
Parken können Sie am Hoheleyer Hof oder an der B236. Von hier aus sind es ungefähr 500 Meter bis zu unserem Startpunkt.
Von Winterberg aus erreichen Sie Hoheleye mit der Buslinie R28.