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Neheimer Dom und Marktplatz

Sauerländer Dom

Schon von Weitem ist die Pfarrkirche St. Johannes Baptist sichtbar, die im Volksmund auch gerne 'Sauerländer Dom' genannt wird. Mit sieben Altären ist die dreischiffige Basilika in neuromanischem Stil ausgestattet. Um den Dom herum laden Cafés und Geschäfte zum Bummeln ein. Mittwochs und samstags findet hier der Wochenmarkt statt.

Vor allem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wuchs in Neheim die Industrie stark an. Analog dazu nahm auch die Einwohnerzahl der Stadt rapide zu. Die Schinkel-Kirche erwies sich auf die Dauer als zu klein. Deswegen beschloss man auch Ende des Jahrhunderts, eine sehr viel größere, neue Kirche in Angriff zu nehmen.
Der Kirchenvorstand unter dem Pfarrer Richard Heinekamp erteilte den Kölner Architekten Richard Odenthal und Karl Rüdell den Auftrag zur Planung und Bau einer neuen und großen Kirche in zwei Bauabschnitten.
1. Bauabschnitt
Der erste Bauabschnitt umfasste im Osten Chor, Vierung und Querschiff sowie zwei Chorflankentürme. Die Chorpartie der Schinkelkirche wurde abgerissen und das neue Querschiff unmittelbar an das Langhaus der Schinkelkirche angebaut, so dass das bisherige Langhaus und die neuen Bauteile: Vierung, Querschiff und Chor, zusammen benutzt werden konnten, ein Verfahren, das seit alters her in vielen Fällen praktiziert wurde, wenn eine sehr viel größere Kirche am Standort der alten errichtet werden sollte, die Kraft der Bauherren aber nicht reichte, das Ganze in einem Zuge hochzuziehen, die Gemeinde aber den spürbar vergrößerten Gottesdienstraum schon nutzen wollte. Mit den Bauarbeiten wurde am 20. April 1892 begonnen. Nach einer Bauzeit von 1½ Jahren war der erste Bauabschnitt fertiggestellt.
2. Bauabschnitt
Etwa 17 Jahre später wurde der zweite Bauabschnitt mit Langhaus und Westturm in Angriff genommen. Der beauftragte Regierungsbaumeister Hermann Wielers hatte den ursprünglichen Entwurf erheblich überarbeitet. Im März 1911 wurde mit dem Weiterbau begonnen, nachdem im Jahr vorher auch der Restteil der Schinkel-Kirche abgebrochen worden war. Nach dreijähriger Bauzeit waren am 7. Juli 1913 Fertigstellung und Konsegration.
Beschreibung der Kirche
Die Pfarrkirche St. Johannes Baptist ist eine neoromanische, dreischiffige Backstein-Säulenbasilika mit dem Grundriss eines lateinischen Kreuzes im gebundenen System. Die beiden Langhausjoche, das Vierungsjoch und die beiden Querhausjoche sowie das Chorjoch haben annähernd quadratische Grundrisse, die Seitenschiffe des Langhauses und des Querhauses ebenso, jedoch halb so groß. Die Kirche ist mit Kreuzrippengewölben eingewölbt. Die Chorapsis und die beiden Apsiden des Querhauses enden jeweils polygonal mit 5/8. Schluß. Angrenzend an das östliche Seitenschiff des Querhauses befinden sich beiderseits des Chorjoches je zwei gegeneinander versetzte Nischen für die Seitenaltäre mit dahinter liegenden Anbauten für die Sakristeien. Die Seitenschiffe des Langhauses enden im Westen in zwei halbkreisförmigen Nischen. In das westliche Langhausjoch ragt zur Hälfte die später eingefügte Orgelempore hinein.
Die Mittelschiffwände sind dreistufig gegliedert: unten öffnet sich die Arkadenzone zu den Seitenschiffen, darüber liegt eine Triforienzone und oben folgt die Fensterzone. Zwei Osttürme mit jeweils 41 m Höhe flankieren den Chor. Jeweils rechts und links der Querhausapsiden befinden sich Eingänge.
Unter dem quadratischen Westturm mit 77 m Höhe und einer Seitenlänge von 10,25 m (auf Höhe der Uhrenstube) befindet sich das mächtige Eingangsportal, unter dem Turm der quadratische Haupteingangsbereich, der von einem Kreuzgratgewölbe mit großem Druckring überspannt ist. Axial dazu befinden sich Durchgänge zu den Seiteneingängen. Bis zur Gesimshöhe des Mittelschiffes ist der Turm von zwei Treppentürmchen flankiert. Die Kirche präsentiert sich nach außen als rotfarbener Ziegelbau auf hellem Bruchsteinquadersockel. Sämtliche Obergaden-, Seitenschiff- und Nebenfenster sind mit Sand- oder Tuffstein eingefasst. Aus dem gleichen Material sind eine Vielzahl von Friesen, Ortgängen, Gesimsen etc. hergestellt.
Die größte Länge der Kirche misst 67 m, einschließlich der Westtreppe 75 m. Die größte Breite beträgt 44 m, die lichte Höhe des Mittelschiffs 20,5 m. Im Kirchenraum können annähernd 3.500 Menschen Platz finden, auf 500 Kinderplätzen, 1000 Sitz- und 2000 Stehplätzen.
Seit 1983 steht die St. Johanneskirche aus künstlerischen, geschichtlichen, volkskundlichen und städtebaulichen Gründen unter Denkmalschutz. Die Pfarrkirche St. Johannes Baptist ist das Wahrzeichen Neheims und wird gerne als "Sauerländer Dom" bezeichnet.

freier Eintritt

Karte

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