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Kloster Flechtdorf

Kloster Flechtdorf - eine ehemalige Benediktiner-Abtei - ist heute ein Ort der Stille, aber auch der Begegnung von Menschen unterschiedlichster Interessen. Moderne Konzert- und Musikveranstaltungen wechseln mit historischen Workshops zum Thema Filzen, Handarbeiten im Mittelalter etc. Eine preiswerte Unterkunftsmöglichkeit bei Seminaren etc. ist in Planung. Das Klostercafé lädt Sie auf ein Stück selbstgemachten Kuchen und eine heiße Tasse Kaffee direkt nach der Klosterführung ein.

Führungen können angemeldet werden bei Herrn Walter. Fragen Sie nach Informationen.

Bekannt ist Flechtdorf insbesondere durch seine Kirche, die zum 1598 aufgehobenen Kloster Flechtdorf gehörte. Die Klosterkirche St. Maria wurde vermutlich ab 1130 gebaut. Sie fällt vor allem wegen ihrer zwei wuchtigen Türme auf. Doppeltürme sind im Waldecker Land eher unüblich. Die Kirche entstand in mehreren Abschnitten. Zunächst als romanische Basilika, im 13. Jahrhundert eher im Übergangsstil, erkennbar etwa am südlichen Seitenschiff. Mitte des 17. Jahrhunderts bekam die Klosterkirche St. Maria ein neues Gesicht, als sie nach einem Brand stark verändert wieder aufgebaut wurde. Damals erhielt sie unter anderem die Abschlusswand statt des Chores, das einheitliche Satteldach, und ein ursprünglich vorhandener Ostturm wurde abgerissen.
Zu den interessanteren Details im Inneren der heute evangelischen Klosterkirche in Flechtdorf gehören ein Flachrelief mit der Darstellung eines Drachens an der südlichen Wand des Querschiffs und der Taufstein aus dem 16. Jahrhundert. Das Chorgestühl stammt aus dem ehemaligen Kloster in Volkhardinghausen bei Bad Arolsen, das im 17. Jahrhundert abgebrochen worden war.
Nach Auflösung des Klosters Flechtdorf, nutzten die Grafen von Waldeck die Anlagen zunächst als Landwirtschaftsdomäne. Ab Anfang des 18. Jahrhunderts kam zog dann ein Hospital in die Klostergebäude ein. Heute befindet im ehemaligen Kloster Flechtdorf ein Alten- und Pflegeheim. Allerdings sind auch noch große Teile der Gebäude ungenutzt. Ein Förderverein ersteigerte 2007 mehrere Gebäude und Grundstücke und setzt sich nun dafür ein, dass die historischen Flächen für kulturelle Veranstaltungen und ähnliches nutzbar gemacht werden.

Zahlreiche Konzerte und Musikveranstaltungen, Workshops und Weihnachtsmärkte, Open-Air-Kino und "Tage des offenen Denkmals" werden seitdem von vielen Besuchern genutzt, um die ausgebauten Teile des Klosters zu besichtigen und an den Veranstaltungen teilzunehmen.

Karte

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