Wendener Hütte

Faszination Archäologie - Die Entdeckung einer mittelalterlichen Eisenhütte

Wie wurde im Mittelalter Eisen produziert? Wer benötigte dieses Eisen? Wozu und wie wurde es verarbeitet?

Diese und weitere Fragen beantwortet die aktuelle Sonderausstellung, die am 6. April um 11:00 Uhr eröffnet wird, in deren Mittelpunkt eine der größten und fundreichsten mittelalterlichen Eisenhütten Europas steht. In acht Themenbereichen werden Arbeit und Lebensumstände der damaligen Hüttenleute wieder lebendig, die bereits vor mehr als 700 Jahren qualitätsvolles Eisen in einem hochspezialisierten Verfahren produzierten. Anhand von historischen Darstellungen, Modellen und Exponaten greift die Ausstellung spannende Fragen zur Technik- und Alltagsgeschichte auf. In Verbindung mit einem Begleitfilm, der Einblicke in die Arbeitsweise der Archäologen gewährt sowie einem Grabungsfeld, in dem kleine (und große) Besucher selbst zum Archäologen werden und sogar zur Kelle greifen und eigenhändig Funde bergen können, vermittelt diese Ausstellung ein anschauliches Bild einer mittelalterlichen Eisenhütte in einer bis heute von Bergbau und Eisengewinnung geprägten Region im äußersten Süden Luxemburgs.

Die Sonderausstellung präsentiert die Forschungsergebnisse der Abteilung für Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, die bereits seit fünf Jahren die Eisengeschichte Luxemburgs mit Hilfe archäologischer und naturwissenschaftlicher Untersuchungsverfahren aufarbeitet.