Exklusives mit der Nadel im Museum Barendorf

Das einfachste und feinste Werkzeug, das der Mensch erfunden hat, ist die Nadel. Um dieses „kleine“ Kulturgut wird sich am 20. und 21. März in der Historischen Fabrikanlage Maste-Barendorf (Iserlohn) alles drehen.

Das Stadtmuseum Iserlohn lädt an diesen Tagen, jeweils von 11 bis 19 Uhr, zum Nadelmarkt 2010,  in die Historische Fabrikanlage Maste-Barendorf ein und bietet in einem überaus angenehmen Rahmen allen Interessierten eine kleine Auszeit von Massenprodukten. Handwerker, Kunsthandwerker und Designer, von denen es manche selten oder noch nie auf Messen gezogen hat, werden aus nah und fern erwartet. In dieser wohl einzigartigen Präsentation sind Produkte zu sehen, bei denen das wichtigste Arbeitsgerät die Öhrnadel ist, die in der Wirtschaftsgeschichte Iserlohns eine bedeutende Rolle gespielt hat. Der Nadelmarkt 2010 wird, wie im vergangenen Jahr, in mehreren Gebäuden der Anlage stattfinden.

Zeitgenössische und historische Stickereien bieten verschiedene Aussteller an - vom klassischen Stickhandwerk bis hin zur modernen Freien Stickerei. Von haitianischen Frauen handgefertigte und bestickte Tischwäsche, Geschirrtücher und Schürzen werden über den Verein „Hilfe für Südhaiti e.V.“ zum Kauf angeboten. Viele Kunsthandwerkerinnen haben in den vergangenen Jahren die Nähtechnik des Quiltens entdeckt. Auf dem Nadelmarkt sind Künstlerinnen mit Art Quilts und Moderne Quilts vertreten. Auch bunt bedruckte Patchworkstoffe, geschmackvolle Dekorationen sowie Patchworkkissen und -tischdecken werden angeboten.

Nach wie vor ist auch das Interesse an individuell geschneiderter Bekleidung sehr groß. Anleitung und Beratung dazu finden die Besucher beim Erwerb von Modellen und Stoffen aus Seide, Leinen und Filz , individueller Schnitte und bei der Auswahl entsprechender Accessoires wie Gürtel und Taschen.
Für die Kleinen und Kleinsten gibt es kuschelige Sweatshirts und T-Shirts mit entzückenden Motiven.

Nicht zum Kauf gedacht, aber eine Augenweide allemal, sind die mit viel Detailliebe von Hand genähten Renaissance-Kostüme der Designerin K. Wiedkamp. Ungewöhnliches Flair und der Charme einer vergangenen Epoche bekommt man fast hautnah zu spüren, wenn die Models sich in ihren opulenten Gewändern unter die Besucher mischen oder sie am Sonntag um 15 Uhr auf dem Laufsteg präsentieren. Die Abschlussklasse der Bekleidungstechnischen Assistenten (Hönne-Berufskolleg, Menden) zeigen verschiedenen Nähtechniken und führen ihre selbst entworfenen und genähten Modelle bei einer Themenmodenschau am Samstag um 15 Uhr vor.

So darf das Zubehör nicht fehlen, mit dem viele Nadelarbeiten erst entsprechend umgesetzt werden können. Wer nach den vielseitigen Anregungen und Ideen selbst zu Nadel und Faden greifen möchte, kann sich gleich vor Ort mit den entsprechenden Materialien versorgen. Technikinteressierte werden bei kleinen Gruppenführungen im Nadelmuseum auf ihre Kosten kommen. Hier im Nadelmuseum - einer der Ausstellungsorte des Nadelmarkts - kann der Prozess der Nadelherstellung nachvollzogen werden. Er zeigt u. a., wie groß der Aufwand war, um kleine, kleinste und auch größere Nadeln für verschiedene Zwecke herzustellen. Auch eine Reihe von Ausstellern lassen sich bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Privatsammler historischer Nähutensilien und kostbarer Stickereischätze stehen für Fragen der Besucher gerne zur Verfügung. Die in Barendorf lebenden Künstler warten in ihren Ateliers mit einer Fotoausstellung und themenbezogenen Holzarbeiten auf.

Der Eintritt zum Nadelmarkt ist frei!