Keine Angst! Ein Neuntöter – auch wenn der Name im ersten Moment furchterregend klingt – hat ein blitzsauberes Strafregister. Auch der Raubwürger ist ein äußerst friedlicher Zeitgenosse. Die beiden putzigen Singvögel stellen trotz ihrer Zorro- artigen schwarzen Bänder über den Augen absolut keine Gefahr für den Menschen dar. Eher das Gegenteil ist der Fall, sie gelten nämlich als besonders schützenswert. Sie und zahlreiche andere bedrohte Arten, wie etwa der Rote Milan, leben und brüten daher im Vogelschutzgebiet Medebacher Bucht (rund um Medebach). Der fast 14.000 Hektar große Landstrich östlich des Rothaargebirges ist offiziell als Europäisches Vogelschutzgebiet ausgewiesen worden. Das „Life-Projekt Medebacher Bucht“ setzt dabei die Richtlinien der EU zum Schutz gefährdeter Vogelarten und ihrer Lebensräume um. Beispielhaft wird in der Medebacher Bucht die „friedliche“ Koexistenz von Landwirtschaft, Naturschutz und Tourismus gefördert. Die Region im Sauerland hat somit europaweit Modellcharakter in Sachen Naturschutz.
Naturfreunde und Wanderer haben die Möglichkeit, das Vogelschutzgebiet auf vier „Naturwegen“ zu erkunden.
Seit Mai 2006 ist der Beobachtungsturm am „Naturweg Nuhnewiesen“ ein weiteres Highlight, um der Vogelwelt in der Medebacher Bucht noch ein Stück näher zu kommen. Es werden auch geführte Touren angeboten.
Weitere Informationen:
Naturschutzzentrum
– Biologische Station –
Hochsauerlandkreis e.V.
St.-Vitus-Schützenstraße 1
57392 Schmallenberg-Bödefeld
Tel.: 02977-1524
E-Mail: info@biostation-hsk.de
Internet: www.medebacher-bucht.de










