Wenn der Winterspeck die Hose zwicken lässt und der Weihnachtsbraten für das eine oder andere Kilo mehr auf den Hüften gesorgt hat, kann ein bisschen Bewegung nicht schaden.
Die letzte Gelegenheit, das dann bald abgelaufene Jahr sportlich ausklingen zu lassen, ist der Silvesterlauf von Werl nach Soest. Jedes Jahr starten am 31. Dezember um die Mittagszeit Wanderer, Inline-Skater, Walker und Nordic Walker sowie vor allem Läufer, um die exakt 15 Kilometer von Werl nach Soest hinter sich zu bringen.
Jedoch nicht alle gleichzeitig, jede Sportart bekommt ihre eigene Startzeit. Ein besonderes Schmankerl ist dabei der „Firmenlauf“, bei dem die Dreier-Teams von Unternehmen, Behörden etc. gegeneinander antreten können. Vielleicht lässt sich der Wettbewerber wenigstens sportlich mal ausstechen. Der Silvesterlauf genießt auch weit über die Grenzen des Sauerlandes hinaus einen ausgezeichneten Ruf. Am Jubiläumslauf 2006 – das große Rennen wiederholte sich zum 25. Mal – nahmen sage und schreibe 8296 Läuferinnen und Läufer teil. So viele wie noch nie zuvor. Sogar aus den USA, aus Holland und Belgien waren sie gekommen, um kurz vor Jahresende durch die Börde zu laufen. Bei den Herren erreichte auch 2006 wieder Ansgar Varnhagen (LG Olympia Dortmund) als erster den Marktplatz in Soest. Es war bereits sein fünfter Triumph in Folge, was noch kein Läufer zwischen Werl und Soest zuvor geschafft hatte. Bei den Damen siegte Petra Maak (TSV Bayer Dormagen). Doch der Silvesterlauf würde sich nicht derart großer Beliebtheit erfreuen, wenn am Ende nicht jeder Teilnehmer irgendwie ein Gewinner wäre. Wer den Marktplatz in Soest erreicht, bekommt deshalb als Anerkennung für die stolze Leistung auch prompt eine Medaille ausgehändigt. Nur die Urkunde, die müssen sich die Sportler auf den hinteren Plätzen selbst ausdrucken.
Für Silvester 2007 hat der Kultlauf genauso seinen festen Platz im Veranstaltungskalender des Sauerlandes wie 2008 auch. Die Veranstalter in Soest und Werl hoffen darauf, vielleicht bald die Grenze von 8300 Läufern durchbrechen zu können. Und womöglich ist unter diesen vier, die dafür noch fehlen, dann einer dabei, der Ansgar Varnhagen sein Abo auf den Sieg in Soest streitig macht...











