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Wertvolle Orte

Das Sauerland ist reich an „Golddörfern“. Das begehrte Edelmetall lässt sich dort zwar nicht finden, aber von einem Goldrausch in der Region kann man trotzdem sprechen

Ganze 17 Dörfer im Sauerland wurden von 1961 bis heute zu so genannten „Bundesgolddörfern“ ernannt. Das heißt, sie erhielten eine Goldmedaille beim bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“, der mittlerweile „Unser Dorf hat Zukunft“ heißt und vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft nd Verbraucherschutz ausgerichtet wird.

Entscheidendes Kriterium ist dabei nicht allein wie „schön“ ein Dorf ist, sondern auch das persönliche Engagement der Bürger in Sachen kommunale Identität und Zukunftsgestaltung. Die Medaillen werden alle drei Jahre vergeben.

Das erste Bundesgolddorf im Sauerland war 1965 Grafschaft bei Schmallenberg, zuletzt erhielt die begehrte Auszeichnung Latrop im Jahre 2004. Ein Erfolg, den seine 189 Einwohner kürzlich noch auf internationaler Ebene toppen konnten: Beim Europäischen Dorfwettbewerb 2006 wurde Latrop Zweiter. Für den nächsten Bundesentscheid im Jahr 2007 sind die Sauerländer Orte Rehringhausen und Wulmeringhausen heiße Favoriten auf eine Goldmedaille. Beim Landeswettbewerb in Nordrhein-Westfalen – die Teilnehmerzahl lag bei 1.042 Dörfern – hatten sie sich mit einer Goldmedaille auf Landesebene für den Bundeswettbewerb qualifiziert.

Rund um Schmallenberg lassen sich die Golddörfer auch erwandern. Auf der 47 Kilometer langen „Golddörferroute“ präsentieren sich Oberhenneborn, Holthausen, Oberkirchen und Grafschaft mit ihrem typischen Sauerländer Charme.