Kunstfertiges Sauerland
Pressemitteilung vom 24. Juni 2009 Die „Südwestfälische Galerie“ in Holthausen und der 13. Kunstsommer in Arnsberg
Endlich hat die Kunst des Sauerlandes ein Museum: die „Südwestfälische Galerie“ in Schmallenberg-Holthausen. Auf rund 330 Quadratmetern werden in einer Dauerausstellung im „Westfälischen Schieferbergbau- und Heimatmuseum“ fortan 150 Kunstwerke – vornehmlich aus dem 20. Jahrhundert – zu betrachten sein. Sie stammen von Künstlern aus der Region oder zeigen das Sauerland aus künstlerischer Perspektive. Dabei stehen Landschaften, Porträts, Reiseerinnerungen oder Bilder aus dem Alltag der Sauerländer im Vordergrund. Aber auch Skulpturen, zum Beispiel von dem Siedlinghauser Bildhauer Eugen Senge-Platten (1890-1972), der viel mit dem regionalen Schiefer arbeitete, haben ihren Platz in Holthausen gefunden.
Insgesamt umfasst die Sammlung des Heimatmuseums rund 7.000 Gemälde, Grafiken und Skulpturen. In zukünftigen Sonderausstellungen sollen weitere Teile des umfangreichen Bestandes gezeigt werden.
Pünktlich zur Eröffnung der „Südwestfälischen Galerie“ Anfang Mai erschien die Dokumentation „Kunst im Sauerland – Beiträge zur Kulturgeschichte Südwestfalens“ von Birgit Gropp. Das Buch ist für 25 Euro im Buchhandel oder beim Museumsverein Holthausen erhältlich. (www.museum-holthausen.de)
Unter dem Motto „Kunst setzt Zeichen“ beginnt am 6. August der 13. Internationale Kunstsommer in Arnsberg. Zehn Tage lang – bis zum 16. August – verwandelt sich die Ruhrstadt wieder in eine lebendige Galerie: Ausstellungen, Theater und Konzerte. Laien können in mehr als 50 Workshops den Meistern ihres Faches über die Schultern blicken und an ihrer Kunstfertigkeit feilen. Natürlich stellen die Sommer-Künstler ihre Arbeiten in der Stadt unter dem Glockenturm auch aus, dazu gesellt sich unter anderem ein Kunsthandwerkermarkt.
Nach „Kunst im Fluss“ 2008 soll die Kunst in diesem Jahr nun Zeichen setzen, worum es dabei geht, erklärt Arnsbergs Bürgermeister Hans-Josef Vogel: „Um die Wirkung von Kunst für den einzelnen, die Gemeinschaft, die Öffentlichkeit, um die Wirkung auf den Ort, an dem wir leben, und auf die Zeit, in der wir Zuhause sind.“
Erholsame Pausen vom zuweilen Kräfte zehrenden Kunstbetrieb gewährt das neue „KuSo-Café“ im Foyer der Schulstadtbücherei hinter dem Hirschberger Tor. Auf dem Neumarkt werden drei Tage lang kostenlose Open-Air-Konzerte stattfinden, vor dem „Lichthaus“ von Kloster Wedinghausen dürfen sich Cineasten auf „Lichtspiele“ ebenfalls unter freiem Himmel freuen. (www.kunstsommer-arnsberg.de)










