Ehre, wem Ehre gebührt

Pressemitteilung vom 02. April 2008
Das 19. Drüggelter Kunst-Stückchen vom 10. bis zum 12. Mai

„Musik wird oft nicht schön gefunden, weil sie stets mit Geräusch verbunden“ dichtete Wilhelm Busch in „Der Maulwurf“. Dennoch bestanden die Veranstalter des 19. „Drüggelter Kunst-Stückchens“ darauf, ausgerechnet diesem scharfzüngigen Poeten eine große Hommage zu widmen. In Szene gesetzt wird das muntere Schauspiel von der Berliner Theatergruppe „Galgen-Trio“, die schon mal den richtigen Ensemble-Namen mitbringt, um dem berühmten Satiriker alle Ehre zu machen.
Seit 1990 findet das Festival auf dem historischen Gutshof Schulte-Drüggelte statt. Seine Organisatoren von der Gemeinde Möhnesee bezeichnen es gerne als „Westfalens kleinstes Festival“. Dabei bringen sie musikalisch echte Hochkaräter ins Sauerland.
Eröffnet wird die 19. Auflage des „Stückchens“ vom 10. bis zum 12. Mai von den Leipziger Blechbläsersolisten, die eine „Märchenstunde“ intonieren werden. Anschließend folgt die besagte Hommage an Wilhelm Busch. Der Pfingstsonntag gehört Ludwig van Beethoven, Joseph Haydn, Bela Bartok und Sebastian Bach, deren Werke das Drüggelter Festivalorchester, das Satire-Quartett und der Lautenspieler Andreas Martin spielen. Letzterer wird seine Saiten in der Kapelle des Hofgutes zum Klingen bringen, die für ihre unvergleichliche Akustik berühmt ist.
Dixieland, Swing und Jazz stehen beim „Spätschoppen“ am Pfingstmontag auf dem Programm, bevor das literarische Konzert die „Bilder aus Westfalen“ von Annette von Droste-Hülshoff mit den passenden Tönen versieht. Das Abschlusskonzert bestreiten schließlich die MDR-Kammersolisten, die das Flair aus 1001er Nacht auf das Hofgut zaubern, wenn die Klänge aus Nikolai Rimsky-Korsakows „Scheherazade“ oder Tschaikowskis „Nussknacker-Suite“ in den Abendhimmel lodern.
Kleine Musikanten besuchen die „Kinder-Kunst-Stückchen“ und wer zwischen den Konzerten einer kleinen Stärkung gegenüber nicht abgeneigt ist, bedient sich im historischen Backhaus, in dem zünftige Köstlichkeiten kredenzt werden – getreu dem Busch-Vers: „Mit Verlaub, ich bin so frei.“

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