"Westfälische Niagarafälle"
Pressemitteilung vom 16. August 2007 Überlaufen der Möhnetalsperre lockte zahlreiche Besucher anHunderte von Besuchern konnten am Wochenende ein faszinierendes und äußerst seltenes Schauspiel an der überlaufenden Möhnetalsperre bewundern. Der 1913 eingeweihte und nach der Zerstörung durch Bomben im Zweiten Weltkrieg 1943 wieder aufgebaute Stausee, dient auch heute noch der Wasserstandsregulierung, Trinkwasserversorgung und Stromerzeugung des Ruhrgebiets. Der Ruhrverband, Betreiber der Talsperre, hatte nicht mit dem für August ungewöhnlichen Ansteigen des Wasserpegels des Stausees gerechnet und ihn durch andere Ablaufkanäle reguliert. Die Grundablässe waren nicht in der Lage nach den starken Regenfällen der letzten Woche die zulaufenden 80 bis 100 Kubikmeter Wasser pro Sekunde, die aus dem Einzugsgebiet der Möhne und Heve in den Stausee strömten durchzulassen, so dass die Schleusen unterhalb der Mauerkrone geöffnet wurden. Ein tosender Wasserfall, wie es ihn seit 1984 an der Möhnetalsperre nicht mehr gegeben hat, ergoss sich in das 40 Meter tiefer liegende Ausgleichbecken. Die Gischt der „westfälischen Niagarafälle, wie Schaulustige das Ereignis tauften, hüllte die aus Bruchsteinen erbaute Mauer der zweitgrößten Talsperre Nordrhein-Westfalens in einen weißen Schleier. Von der 650 Meter langen und 6,25 breiten Mauerkrone und vom darunter liegenden Rundweg ließen sich viele Besucher noch bis in die späten Abendstunden von dem mit Scheinwerfern illuminierten Schauspiel, verzaubern.









