Gruseliges Getöse - Die Hallenberger Osternacht

Pressemitteilung vom 16. Februar 2007

Die Sauerländer pflegen eine Vielzahl von Bräuchen: Schützenfeste haben hier eine lange Tradition und der Schnadegang, ein Wandermarsch für Briloner Männer, ebenso. Ein Brauch aber ist an Eigentümlichkeit kaum zu überbieten: die Hallenberger Osternacht. In der Nacht vom Karsamstag (7. April) auf Ostersonntag, um kurz vor zwölf, versammeln sich die jungen Leute des Ortes mit Fackeln in der Hand hinter dem Chor der Kirche. Ganz Hallenberg ist in ein gespenstisches Dunkel getaucht. Sie stimmen das Hallenberger Passionslied an.
Anschließend schwappt plötzlich ohrenbetäubender Krach ins eben noch so besinnliche Dunkel. Selbst gebaute „Lärmmaschinen“ leisten ganze Arbeit. Auf Handwagen befestigte Kreissägeblätter werden mit Hämmern und Eisenstangen traktiert. Ein Umzug beginnt. Voran werden drei große beleuchtete Kreuze getragen. Ihnen folgt die Gemeinde mit Papierlaternen. Den Schluss bildet der „Geisterzug“, in dem eine alte Landsknechttrommel den Takt des Getöses vorgibt. Das Treiben dauert rund eineinhalb Stunden. Dann bekommt Hallenberg wieder Licht.
Die Herkunft dieses Brauches, den die Einheimischen auch „Krachnacht“ nennen, liegt ebenso im Dunkeln wie Hallenberg in jenen Stunden. Dennoch pflegen ihn die Bewohner mit Begeisterung. Auch die Gäste des Sauerlandes zieht er Jahr für Jahr mit seiner „gruseligen“ Einmaligkeit an.

Information und Unterkunftsvermittlung:

Sauerland-Tourismus e. V.
Tel.: 01802-403040 (6 Cent/Anruf aus dem deutschen Festnetz; ggfs. abweichende gebühren Mobilfunk)
Fax: 02974-9698-88
info@sauerland.com
www.sauerland.com