Bestwiger Panoramaweg
Der Bestwiger Panoramaweg führt über alle markanten Höhen des Feriengebietes Bestwig. Jedes Dorf ist einsehbar und natürlich kann von jedem Ortsteil aus in die Route eingestiegen werden. Neben der hervorragenden Landschaft begegnet man Spuren aus der Vergangenheit in Form von Erzbergbau, Schieferbergbau und Eisenbahngeschichte. Ebenso lassen viele Bildstöcke, Wegekreuze, Kirchen und Kapellen tief in die kirchliche Vergangenheit des katholischgeprägten Sauerlandes blicken. In den gepflegten Dörfern dominiert immer noch der schwarz-weiße Kontrast der typischen, sauerländischen Fachwerkhäuser.
Die Gastronomie der Gemeinde Bestwig bietet für jeden Anspruch etwas. Die urige Dorfkneipe ist ebenso präsent wie gemütliche Biergärten, Cafes, Hotels und Speiserestaurants.
Die Streckenlänge beträgt 56 km und lässt sich gut in drei Etappen bewältigen.
Am Waldhaus in Föckinghausen (500 m ü. N.N.) soll unsere Panoramatour beginnen:
Föckinghausen. Der Ursprung ist eine Köhlersiedlung, woraus 1764 ein Bauernhaus entstand. Zunächst verkaufte man nebenher Flaschenbier an Waldarbeiter und Wanderer. Auch eine Jugendherberge war dort einmal eingerichtet. 1910 begann die Familie Knippschild eine Pension und verkaufte die daraus gewonnenen Produkte an hungrige Gäste. 1923 wurde eine Gaststättenkonzession erteilt und 1926 ein Saal für den zunehmenden Besucherstrom gebaut. 1931 war ein Neubeginn erforderlich, da das Anwesen durch einen Großbrand vernichtet wurde. Für den heutigen Hotelbetrieb stehen 30 Hotelbetten zur Verfügung.
Mit dem Haus Tannenrausch, dem Schullandheim des Pestalozzi-Gymnasiums Unna und der Ferienstätte des Caritasverbandes der Stadt Gelsenkirchen gibt es in Föckinghausen ca. 300 Gästebetten. Der Ort hat 26 Einwohner. Auf der Dorfstraße findet man das (B) als Wanderzeichen für den Bestwiger Panoramaweg. Dem Zeichen in westlicher Richtung folgen und nach dem Ortsschild links steil talwärts geht es zunächst durch einen Tannenwald. Später kommen wir auf freies Feld mit einer herrlichen Aussicht auf das gesamte Ruhrtal von Olsberg im Osten, bis Meschede im Westen.
Wir folgen unserem Wanderzeichen bis oberhalb der Autobahnbrücke in Velmede.
Autobahn. Die Brücke wurde 1985 als Auffahrt zur Autobahn A 46 eingeweiht. Dadurch hat die Gemeinde Bestwig eine Anbindung an das bundesweite Autobahnnetz. In Höhe der Autobahn folgen wir dem (B) in einer Spitzkehre nach links und erreichen den Ortsteil Velmede in der Straße „Am Stockey“. Wir gehen weiter bis zur Kanalstraße, diese nach rechts einbiegen, über die Ruhrbrücke, die Eisenbahnschienen, vorbei an der Andreaskirche bis zur Ampel der B7. Diese überqueren und nach rechts folgen und links in die Halbeswiger Str. einbiegen. Nach der Knükelhütte biegen wir links ab und gehen am nördlichen Hang des Ostenberges, mit guter Talsicht, oberhalb von Velmede in östlicher Richtung bis Bestwig.Velmede.
Velmede. Die Pfarrei Velmede zählt zu den 12 Urpfarreien, die von Karl dem Großen um 800 errichtet wurden. Die Geschichtsschreibung geht davon aus, dass sie die Urkirche des oberen Ruhrtales war. Das Pfarrgebiet umfasste 9.000 ha. Das Patrozinium des hl. Andreas, dem im kölnischen Westfalen nur diese Pfarrkirche geweiht war, weist ebenfalls in eine frühe Zeit. Die erste urkundliche Erwähnung findet Velmede im Jahr 1072. Das heutige Gotteshaus ist 1848 erbaut worden.
Oberhalb von Bestwig steigen wir dem (B) folgend hoch in den Ostenberg. An einer Jagdhütte gehen wir geradeaus weiter. Nach links haben wir eine gute Aussicht in das Valmetal mit dem Ortsteil Heringhausen. Weiter in westlicher Richtung kommen wir auf eine Lichtung mit herrlicher Aussicht auf die Ortsteile Halbeswig und Nierbachtal, darüber hinaus zur Beringhauser Klause bis Remblinghausen. Im Norden die 629 m hohe Borg, wo sich heute ein Steinbruch befindet.
Heringhausen. Das Dorf ist sicherlich mehr als tausend Jahre alt, jedoch eine urkundliche Erwähnung findet sich erst ab 1314. Bekannt wurde der Ort durch seine Weihnachtsbäume, die jährlich zu Tausenden in alle Welt verschickt werden.
Halbeswig. Im Mittelalter war hier eine Femegerichtsstätte, deshalb heißt der Halbeswiger Hof noch heute im Volksmund „Richterhof“. Die seltene achteckige Katharinenkapelle wurde 1866 erbaut. Heute bietet der historische Hof Ferienspaß und auch einen Bauernhofladen. Im dominanten Steinbruch wird der Diabas-Stein gewonnen, der starke Verwendung im Straßenbau findet.
Nierbachtal. Großer moderner Verladeplatz von Weihnachtsbäumen. Wir folgen dem (B) bis zur Asphaltstraße und dann weiter bis kurz vor Halbeswig, dann nach links Richtung Berlar und noch einmal nach links Richtung Heringhausen. Wir gehen in östlicher Richtung bis in Höhe der ehemaligen Zentralen Deponie des HSK. Hier schöne Aussicht auf Heringhausen und Gevelinghausen und weiter bis in die Briloner Hochfläche. Wir biegen im rechten Winkel ab und folgen dem (B) bis auf eine Anhöhe. Hier steht ein Wegekreuz der Familie Becker-Gödde aus Heringhausen. Unterhalb der Steinbruchhalden gehen wir in südlicher Richtung weiter bis wir die Straße nach Berlar erreichen. Dieser folgen wir bergan. Rechts sehen wir das Mutter-Kind-Kurhaus „St. Altfrid“. An einem kleinen Bildstock vorbei biegen wir nach etwa 300 m links ab und erreichen die Hütte der Berlarer Dorfgemeinschaft „Auf der Wünne“.
Berlar. Ehemaliger Grundbesitz der Familie v. Plettenberg zu Meschede. Das schmucke Fachwerkdorf verfügt über die Kapelle „St. Peter und Paul“ (erbaut ab 1882), über eine bundesweit bekannte Islandpferde-Reitschule mit Reiterhof und auch beim Hof Stehling-Witthöfer über ein altes Backhaus, in dem mehrmals im Jahr Brot gebacken wird. Im Kurhaus „St. Altfrid“, Träger ist die Caritas des Bistums Essen, kuren jährlich ca. 400 Mütter mit Ihren Kindern.
An der Hütte vorbei gehen wir in einer Linkskurve hoch bis zu einem Wegekreuz. Hier wunderbare Aussicht auf das Dorf Heringhausen und auch bis Gevelinghausen, Bigge, Olsberg und bis Altenbüren. Weiter am Wegekreuz talwärts, erst nach rechts, dann links in den Tannenwald. Den nächsten Wirtschaftsweg gehen wir nach rechts und erreichen einen hervorragenden Aussichtspunkt auf den Ortsteil Ramsbeck. Wir befinden uns am Hang des Bastenberges, dem mit 744,8 m höchsten Berg in der Gemeinde Bestwig. Auf der Höhe bleibend, gehen wir weiter zu einem weiteren Aussichtspunkt mit Sicht in das Valmetal über Heringhausen bis Bestwig. Hier befindet sich, etwas höher gelegen, das Mundloch des Venetianerstollens. Nach kurzer Zeit erreichen wir den ehemaligen Rauchgaskamin. Hier laden Bänke und Tische zur Rast ein.
Ramsbeck. Das Erscheinungsbild des staatlich anerkannten Erholungsortes ist stark von der Jahrhunderte langen Bergbaugeschichte des Dorfes geprägt. Einige Stichworte hierzu sind: Venetianerstollen (der Sage nach von Venetern, einem kleinwüchsigen Volksstamm der Illyrer, in vorchristlicher Zeit aufgefahren, wird nach heutigen Erkenntnissen der Beginn des Bergbaus in diesem ältesten Grubengebäude im Ramsbecker Raum eher auf das frühe Mittelalter datiert), Rauchabgaskamin, Verhüttung, Wäsche, Aufbereitung, Bremsberge, „Bähnchen“, Werkstatt, Wasserburg, Verwaltungsgebäude, Altes Krankenhaus, Aurora-Förderturm. Die Bergbaugeschichte – auch die hochspannende Boomphase um 1850 - ist anschaulich im Erzbergbaumuseum aufbereitet. Zusammen mit dem angegliederten Besucherbergwerk (die historische Grubenbahn fährt mehrmals täglich Besucher 1,5 km in den Eickhoffstollen) lohnt der Besuch des Erzbergbaumuseum und Besucherbergwerkes Ramsbeck immer einen Abstecher. Symbolisch schloss der damalige Obersteiger am 31. Januar 1974 das Tor zum Eickhoffstollen mit einem großen Schlüssel ab. Die letzte Schicht war gerade aus dem Berg gekommen.
Vom Kamin aus gehen wir zunächst auf gleicher Höhe weiter, später erreichen wir talwärts die L 776, diese überqueren und am Wassergewinnungsgebiet der Gemeinde Bestwig, Twillmecke, den Brabecker Bach passieren.
Nach der Fußgängerbrücke gehen wir links und folgen dem (B) oberhalb der ehemaligen Bergarbeitersiedlung „Werdern“. Hier nach rechts gehen, bis wir den Ortsteil Valme sehen.
Oberhalb der Wohngebiete Untervalme, Mittelvalme erreichen wir am Osthang des Faulenberges den Teil Obervalme mit der Marie-Hilf-Kapelle.
Valme: Bach und Ortschaften. Der Bach Valme entspringt im Naturschutzgebiet „Nasse Wiese“, einem Hochmoor auf der Hunau (818 m ü.N.N.).
Der Bach war auch namensgebend für die Wohngebiete Ober- Mittel- und Untervalme. Wir überschreiten die Valme, um uns dann nach links bergan am Schwabenberg und dem Kieserlings Spring,vorbei zum Steinmarkskopf (724 m ü. N.N.), der südlichsten Grenze der Gemeinde Bestwig, zu begeben.
Weiter geht es geradeaus bis zu den ehemaligen Bergarbeiterwohnungen von Heinrichsdorf.
Leiserstein: Auf dem Steinmarkskopf (723,5 m ü.N.N.) steht der Leiserstein. Hier grenzten die Dörfer Bödefeld, Elpe, Valme und Altenfeld aneinander. Die Anfangsbuchstaben sind in den Grenzstein eingeschlagen. Gehörten sie damals drei Gemeinden an (Altenfeld und Valme zur Gemeinde Bödefeld, Elpe und Bödefeld waren eigenständige Gemeinden), so wurden sie durch die kommunale Neugliederung vier Städten und Gemeinden zugeordnet: Elpe zur Stadt Olsberg, Altenfeld zur Stadt Winterberg, Bödefeld zur Stadt Schmallenberg und Valme zur Gemeinde Bestwig. Der Forsthaus Schwabenberg hat eine idyllische Lage in 618 m Höhe ü.N.N und stellt eine nur über das Stadtgebiet von Olsberg per PKW erreichbare Enklave der Gemeinde Bestwig dar.
Heinrichsdorf. Bergarbeitersiedlung (heute zur Stadt Olsberg gehörig) von 1854 (benannt nach dem Erbauer Henry de Sasseney). Die Kapelle, die der Gottesmutter und der hl. Maria Goretti geweiht ist, wurde 1954 also 100 Jahre nach Gründung des Ortes erbaut. Im Jahre 2001 kaufte der Deutsche Alpenverein, Sektion Sauerland DAV die ehemalige Dorfschule (erbaut 1950/51) und baute sie zu einem Wanderheim um, welches im Jahre 2002 seiner Bestimmung übergeben wurde.
Zunächst wandern wir auf der Dorfstraße talwärts, um kurz vor dem Gasthof Ehls nach links in einen Wirtschaftsweg einzubiegen. Hier folgen wir dem (B) bis wir den Ortsteil Wasserfall erreichen. Der Ort ist nach dem, unterhalb des Dorfes liegenden, einzigen natürlichen Wasserfall von Nordrhein-Westfalen benannt, der aber nur periodisch wasserführend ist. Der Wasserfall liegt im Naturschutzgebiet „Plästerlegge“.
Wasserfall. Die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes findet sich im Jahre 1560. Die ersten Bewohner waren sicherlich Köhler und Bergleute, die im nahen Bergbau am „Klingelborn“ ihr Brot verdienten. Bekannt wurde das Dorf durch den Freizeitpark Fort Fun. Begonnen hat es 1967 mit der Anlage eines Doppelanker-Skiliftes. 1971 folgte der Fort-Fun-Saloon als erstes Bauwerk der künftigen Westernstadt. Eine spektakuläre Aktion war 1972 die Einweihung der damals größten Rutschbahn der Welt. Vom Stüppelturm aus bietet sich ein tolle Aussicht über weite Teile des Sauerlandes – der Turm ist im Parkgelände gelegen.
Der Bestwiger Panoramaweg geht nun vor der Wasserfäller Antoniuskapelle links hoch und quert ein Skigelände mit freier Aussicht auf das Abenteuerland Fort Fun und darüber hinaus bis zu den Bruchhauser Steinen. Weiter hoch erreichen wir eine Schutzhütte, nach dieser gehen wir links ab und haben später eine Fernsicht auf das obere Valmetal mit dem Fernsehturm der Hunau am Horizont. Diesen Weg weitergehend sehen wir Ramsbeck und Berlar aus der Vogelperspektive vor uns. Bei klarem Wetter ist eine Fernsicht zu den Funk- und Fernsehtürmen auf der Nordhelle (629 m ü.N.N.) bei Lüdenscheid-Kierspe möglich (ca. 60 km Luftlinie). Nach kurzer Zeit erreichen wir die kleine Ortschaft Dörnberg. Aus dem Wald herauskommend sehen wir eine Halde aus vormaliger Bergbauzeit, von der aus bietet sich eine herrliche Sicht auf die Bestwiger Ortsteile Andreasberg, Heringhausen, Bestwig, Nuttlar und Ostwig.
Andreasberg mit Dörnberg. Während es Dörnberg schon immer gab, ist das etwas unterhalb gelegene Andreasberg das jüngste Dorf der Gemeinde Bestwig. Im Zuge der bergbaulichen Boomphase, die wohl nur mit einem Goldrausch verglichen werden kann, wie wir es aus Amerika kennen, bezog ein Treck aus Sachsen an nur einem Tag im Jahre 1854 die vorher notdürftig von der Bergwerksleitung zusammengezimmerten Häuser. Das Mundloch des Karl-Haber-Stollen ist wie der Schlammteich („Silbersee“) auffälliges Zeichen der Bergbaugeschichte. Die große Freizeitanlage in Andreasberg lädt zur Rast ein. Von der Halde aus gehen wir geradeaus und folgen dem (B) später talwärts bis wir den gerade beschriebenen Ortsteil Andreasberg erreichen. Am Missionskreuz und einer Lore folgen wir nach links der Kreisstraße K 17 bis zum Ortsmittelpunkt. An der Kirche rechts ab bis zur Schützenhalle, hier links ab zur Freizeitanlage, dann rechts am Sportplatz vorbei und weiter gerade aus über eine Anhöhe mit guter Sicht auf die Weihnachtsbaumkulturen des Dorfes Heringhausen. Wir folgen dem (B) Richtung Norden und erreichen nach einiger Zeit ein schwarzes Wegekreuz. Hier gehen wir nach rechts auf die K 16, um nach 200 m wieder nach links abzubiegen. Zunächst bergan, mit zwischenzeitlich guter Aussicht rückwärtsschauend auf Andreasberg und Dörnberg, erreichen wir das Hauptwasserwerk der Gemeinde Bestwig im Breberg. Von hier geht es talwärts bis zum Neubaugebiet Westfeld. Hier haben wir gute Sicht auf den Kernort Bestwig mit dem Ruhrtal.
Bestwig. Seit 01.01.1975 Sitz der Großgemeinde. Die Verwaltung ist in dem 1994 fertiggestellten neuen Rathaus untergebracht. Ehemalig nur aus zwei Bauernhöfen bestehend, entwickelte sich der Ort, nach dem Bau der Ruhrtal-Eisenbahn ab 1872 durch den Bahnhof und ein großes Bahnbetriebswerk sehr schnell. Ein modernes Kloster, das Bergkloster der Schwestern der hl. Maria Postel, empfängt Besucher mit offenen Armen. Im Eine-Welt-Laden kann auch eingekauft werden.
Wir biegen nun rechts ab, gehen an einem Marienbildstock vorbei und unterhalb des Friedhofs noch einmal nach rechts. Am Ende des Friedhofs schließen sich die Lüninck´schen Gräber an. Hier nach links herunter bis zum Elpebach und rechts flussaufwärts in das Dorf Ostwig. An der Schützenhalle vorbei erreichen wir eine Wassertretanlage, danach eine Elpebrücke, die wir überqueren. Über die Kreisstraße K 15 geradeaus in Richtung Wanderheim und Schutzhütte. Unmittelbar vor der Anlage hoch zum Steinberg.
Ostwig. Der staatlich anerkannte Erholungsort gefällt durch schmucke Fachwerkhäuser und das schlossähnliche Haus Ostwig im Zentrum. Seit 1771 befindet sich der alte Rittersitz im Besitz der Freiherrn von Lüninck. Bei den Lüninck´schen Gräbern findet sich auch das Grab eines wegen Beteiligung am Attentat auf Hitler als Widerstandskämpfer 1944 in Berlin-Plötzensee hingerichteten Familienmitglieds. Nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist die Bergbautradition Ostwig (mindestens seit dem 17. Jahrhundert bis 1985) wurde im Ostwig und Nuttlarer Raum Schiefer abgebaut. Das denkmalgeschützte kleine Bremserhaus beim Ostwiger Sportplatz gibt wie die Halden Zeugnis von dieser Zeit. Die Ruine eines Rauchabgaskamins – auch ein Denkmal – weißt auf die Zeit des bergbaulichen Booms rund um Ramsbeck. Hier in Ostwig sollte eine Verhüttung entstehen, aber vor der Umsetzung brach das geplante Ramsbecker Bergbauimperium zusammen und der Kamin kam niemals zum Einsatz. In Serpentinen folgen wir dem Trampelpfad und erreichen mit etwas Mühe die Steinbergruine. Von hier bietet sich wieder eine herrliche Aussicht auf Bestwig und das Ruhrtal. Wir wenden uns nach Osten und folgen unserem Wanderzeichen (B) unterhalb des Steinbergkreuzes (Gedenken an Papst Leo XIII.) vorbei und erreichen in einem weiten Linksbogen die Ostwiger Steinbergsiedlung. In die Schildstraße nach rechts einbiegen, am Sportplatz vorbei, einige Zeit (ca. 1 km) geradeaus bis wir nach links abbiegen und nach 100 m auf dem Waldweg wieder links dem Wanderzeichen (B) 600 m folgen. Hier erreichen wir den Nuttlarer Sportplatz. Diesen nach rechts umgehen, durch das Einlasstor, über die Ruhrbrücke, die Bahnanlage hoch auf die B 7 erreichen wir den Ortsteil Nuttlar.
Nuttlar. Nuttlar hatte durch den Sitz eines Haupthofes seit 1072 – wie Velmede - urkundlich verbriefte Verbindung zum damals mächtigen Kloster in Schmallenberg-Grafschaft. Später war der Schieferbergbau dominierender (siehe auch Ostwig). Auch die hiesige Schnapsbrennerei ist mit vielfach prämierten Produkten wie dem „Ganz Alten Schneider“ sehr bekannt. Die große St. Annakirche wird aufgrund der Maße auch schon mal Sauerländer Dom genannt. An der L 776 Richtung Rüthen findet sich der überaus beliebte Wanderparkplatz „Am Evenkopf“ mit Wassertretstelle, Bolz- und Zeltplatz und einer großen Hütte des Sauerländischen Gebirgsvereins. (Nicht am (B), aber interessant: die Lourdesgrotte in Grimlinghausen – vom Wanderparkplatz in südlicher Richtung dem A 9 ca. 2,5 km folgen.)
Wir überschreiten vorsichtig die B 7 und die beschrankten Eisenbahnschienen und wenden uns nach links. (Bildstock zum Gedächtnis an die abgerissene St. Anna Kapelle beachten). Dann hoch zum Dümelskopf. Versteckt im Wald ein 1954 errichteter Marienbildstock. Anschließend herrliche Aussicht auf Nuttlar mit Ruhrtal und im Ortskern die St. Anna Kirche.
An der Gabelung nach rechts auf die Königsstraße, diese nach rechts einbiegen und nach etwa 50 m nach links in die Abelohstraße. Diese gehen wir in einem langgezogenen Bogen, immer dem (B) folgend, bis zur Überquerung des Schlehbornbaches. An der Baumschule links auf die L 480 und nach 200 m rechts ansteigend auch mit XR (Ruhrhöhenweg ) gezeichnet hoch in den Tannenwald. Dann nach links dem (B) nach, zuerst geradeaus, an der zweiten Gabelung den unteren Weg nehmend bis ins freie Feld. Nun bietet sich eine Panoramasicht auf Nuttlar. Gleichzeitig ist das Ruhrtal von Olsberg im Osten bis Meschede im Westen einsehbar. Wir gehen geradeaus weiter und erreichen den Nuttlarer Kreuzweg (besondere Kreuzigungsgruppe) dann links und sofort wieder rechts in Richtung Umsetzer. Am Mast nach rechts und oben links durch das Gatter (Tor schließen).
Immer dem (B) folgend bis zum Ausgangspunkt Föckinghausen.
Kontakt:
Tourist-Informationen "Rund um den Hennesee" - Büro Bestwig
Touristikbüro BestwigRathausplatz 1
559909 Bestwig
Tel.: 02904-987166
Fax: 02904-987274
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