Bestwig: Valmetalweg
Wanderweg von der Quelle bis zur Mündung der Valme.
Tourplanung: Ganzjährig durchzuführen, Wanderschuhe mit Profilsohle, Rucksackverpflegung.
Die Valme, von der Quelle bis zur Mündung in die Ruhr bei Bestwig, etwa 18 km lang, entspringt im Naturschutzgebiet der 818 m hohen Hunau, im Hochmoor „Nasse Wiese“ und „Rauhes Bruch“.
Zuerst schlängeln sich zwei kleine Rinnsale längs der Wanderwege zu Tale und vereinigen sich in der Nähe des Jagdhauses „Mechterkuse“.
Bei dem geschichtsträchtigen Bauernhof „Hiege“ gibt es erstmalig eine menschliche Ansiedlung. Gleich nebenan ist der Königsstein. Hier wurde einst Gericht gehalten zwischen den Grafen von Arnsberg und den Grafen von Waldeck, denn die Valme war Grenzfluss zwischen deren Herrschaftsbereichen. Dadurch erklärt sich auch der Name „Hiege“. Offensichtlich ist dieses Anwesen zur Hege und Pflege des Königsteins angelegt worden.
Der nächste, wiederum sehr kleine Ort ist Lanfert (kommt von Landwehr), hier wird der noch junge Bach von der L 740 überquert. Eine romantische Brücke in der Talaue führt über die Valme zum östlichen Ufer.
Etwa 1,5 km talwärts oberhalb von Obervalme, erreicht der kleine, einstige Grenzfluss die heutige Gemeinde Bestwig. Eine kleine Kapelle begrüßt die Wanderer gleich am Anfang des Dorfes. Sie steht unter dem Namen „Maria – Hilfe der Christen“.
In den kleinen Ortschaften Untervalme und Valme wurden einst Pochwerke durch die Wasserkraft des Valmebaches gespeist. In der Nähe des Campingplatzes fließen der Valme die Reitmecke und Eismecke zu.
Etwa weiter 2 km talwärts durchfließt die Valme das Wohngebiet Werdern. Sie wird nun durch den Brabecker Bach erheblich gespeist. Hier befinden sich die ehemaligen Werkstätten der Stollberger-Zink AG, welche in und um Ramsbeck bis 1974 Bergbau betrieben und die Wasserkraft der Valme genutzt hat.
Von hier kann man dem Valmebach, auf dem Hauptwanderweg des SGV mit der Bezeichnung X1 14 folgen.
Auf der Trasse fuhr einst die Schmalspur-Grubenbahn, im Volksmund „Bähnchen“ genannt, die Erze nach Bestwig.
Von Werdern aus folgen wir dem Hauptwanderweg, an der ehemaligen Verwaltung und einem Arbeiterhaus (im Volksmund „D-Zug“), vorbei und erreichen die Kornmühe. Ein Mühlrad wird noch heute durch die Wasserkraft der Valme angetrieben.
In deren Nähe ist auch der Ortsmittelpunkt von Ramsbeck, Junkern Hof, eine öffentliche Begegnungsstätte der Gemeinde Bestwig.
Weiter in nördlicher Richtung erreichen wir das Bergbaumuseum (Einfahrt empfehlenswert), dann die Ziegelwiese (einstmals wurden dort Ziegel zum Wohnhausbau gebacken), heute ist hier ein Gewerbegebiet angesiedelt.
Immer dem Valmebach talwärts folgend, überqueren wir die „Bähnchenbrücke“ und kommen nun rechtseitig des Baches zum Dorf Heringhausen. Hier wurden einst ein Eisenhammer und zwei Kornmühlen mit dem Wasser angetrieben.
Das Dorf wird in neuer Zeit auch „Hauptstadt der Weihnachtsbäume“ genannt, da hier, nach Aufgabe der Landwirtschaft, Weihnachtsbäume in Großkulturen gezüchtet werden.
Unterhalb von Heringhausen werden der Valme, durch den Zufluss der Büllmecke, noch einmal bedeutende Wassermenge zugeführt.
Weiter talwärts ist ein Großaufstau der Valme zu sehen. Die VEW (heute RWE) haben hier, zur Betreibung ihres Kraftwerkes Bestwig, ein Stauwehr gebaut und das Wasser, durch eine Druckrohrleitung, den Turbinen zugeleitet.
Dann erreicht die Valme den Kernort Bestwig. Hier ist im Rathaus der Verwaltungssitz der Gemeinde untergebracht.
Von der großen Ruhrbrücke, einst auch Standort einen Königssteins, kann man bis in das Mündungsgebiet am alten Lockschuppen sehen.
Ein besserer Einblick ist vom sogenannten „Sündenwäldchen“ nördlich der Ruhr möglich.
Die Gemeinde Bestwig hat derzeit ca. 12.200 Einwohner. Ein nicht unbeträchtlicher Teil, nämlich 4.100 Personen, also etwa ein Drittel, wohnt in den Talorten und Höhendörfern des Valmetals.
Kontakt:
Tourist-Informationen "Rund um den Hennesee" - Büro Bestwig
Touristikbüro BestwigRathausplatz 1
559909 Bestwig
Tel.: 02904-987166
Fax: 02904-987274
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