Natürlich ist das Genussradeln keine weitere neue Trendsportart, sondern vielmehr ein aktives Lebensgefühl: „Es ist einfach herrlich. Die Landschaft, die ganzen Denkmäler. All das erkunden wir auf dem Fahrrad. Ganz gemütlich radeln wir so dahin und wollen zumeist gar nicht absteigen, so schön ist es“, schwärmt Nicole Förster aus Koblenz, die mit ihrem Mann Michael dennoch gerade ein Päuschen auf dem RuhrtalRadweg in Arnsberg eingelegt hat. Den Begriff Genussradeln kannte die junge Frau bis dato zwar noch nicht, „aber er trifft ziemlich genau das, was wir hier machen“, stimmt sie zu und blinzelt ein wenig gedankenverloren über die Ruhr, die im Sonnenlicht glitzert.
Die 220 Kilometer von der Quelle der Ruhr bei Winterberg bis zu ihrer Mündung in den Rhein bei Duisburg bieten durchweg eine eindrucksvolle Strecke.
Ausgedehnte Auen, kühle Wälder, mittelalterliche Burgen und einzigartige Industriedenkmäler säumen die Wege. Immer begleitet von der Ruhr, deren erhabener Fluss ein entspanntes Tempo vorgibt. Auf die Frage, wie viele Tage sie denn schon unterwegs seien, muss Michael Förster überlegen: „Vier“, fällt ihm schließlich ein, die Zahl der bisher gefahrenen Kilometer könne er aber beim besten Willen nicht sagen. Kein Wunder, möchte man meinen, denn nur allzu leicht kommt der Genussradler auf dem RuhrtalRadweg ins Träumen. Und weil es nicht nur Herrn Förster so ergeht, wurde der Radweg entlang der Ruhr nun zur „Radroute des Jahres 2007 in Nordrhein-Westfalen“ ernannt.
Gleichermaßen träumen lässt sich entlang eines derart ausgezeichneten Radweges natürlich auch in zahlreichen Hotels, die speziell auf die Bedürfnisse von Radfahrern eingestellt sind. Und genau hier erfährt der Begriff vom Genussradeln schließlich seine endgültige Berechtigung, wenn sich die Radler am Ende eines Tages mit kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnen lassen.










